
Ich bin gerade über einen Artikel zum Thema Tax Loss Harvesting gestolpert und frage mich, wie relevant das Ganze eigentlich für uns in Deutschland ist. Klar, das Konzept verstehe ich: Verlustpositionen rechtzeitig realisieren, um die Steuerlast zu senken. Aber bei unserem Steuersystem mit Abgeltungssteuer und Verlustverrechnungstöpfen sieht die Sache doch anders aus als in den USA, oder? Ich habe in meinem Depot aktuell ein paar Einzeltitel aus dem Pharma-Sektor, die dieses Jahr im Minus sind, während mein MSCI World ETF ganz ordentlich läuft. Nun überlege ich, ob ich die Verlierer verkaufen und eventuell nach der Wartefrist wieder einsteigen sollte, um den Verlustverrechnungstopf zu nutzen. Andererseits fallen ja Transaktionskosten an, und bei längerfristigen Dividendentiteln will ich eigentlich nicht ständig rein und raus. Hat jemand von euch Erfahrung damit, ob sich das steueroptimierte Rebalancing bei unseren vergleichsweise niedrigen Steuersätzen überhaupt rechnet? Oder ist das eher was für Leute mit sehr großen Depots und hohen realisierten Gewinnen im selben Jahr?
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