
Habe gerade gelesen, dass die US-Staatsverschuldung mittlerweile die 40 Billionen Dollar Marke erreicht hat. Das ist schon eine beeindruckende Zahl, wenn man mal drüber nachdenkt. Mich beschäftigt das gerade ziemlich, weil ich einen nicht unerheblichen Teil meines Portfolios in MSCI World habe, wo ja die USA stark vertreten sind.
Einerseits heißt es immer, die USA sind der sichere Hafen und der Dollar ist die Weltreservewährung. Andererseits kann man sich schon fragen, wie lange das noch gut gehen kann bei dieser Schuldenlast. Besonders interessant finde ich die Frage nach den Zweitrundeneffekten für uns in Europa. Wenn die USA irgendwann ihre Zinsen weiter anpassen müssen oder der Dollar anfängt zu schwächeln, was macht das mit unseren europäischen Unternehmen, die stark vom Export in die USA abhängen?
Ich persönlich habe in letzter Zeit überlegt, ob ich meinen ETF-Anteil etwas zugunsten von europäischen Einzelwerten wie Siemens oder Nestlé umschichten sollte. Nicht als Panikaktion, sondern einfach aus Diversifikationsgründen. Die Frage ist halt, ob man damit wirklich dem Risiko aus dem Weg geht oder ob eine US-Schuldenkrise uns sowieso alle treffen würde.
Wie schätzt ihr das ein? Seht ihr das überhaupt als relevantes Risiko oder ist das eher theoretische Schwarzmalerei? Würde mich interessieren, wie andere langfristig orientierte Anleger damit umgehen.
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