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JEPQ ETF mit fast 11% Rendite durch Covered Calls – zu schön um wahr zu sein?
Martin Feldmann
Martin Feldmann27.08.2026 12:583

Ich bin gerade über den JEPQ ETF gestolpert, der angeblich über 10,9% Rendite liefert, indem er auf Nasdaq-Aktien setzt und dabei Covered Call Optionen verkauft. Klingt erstmal verlockend, gerade wenn man seinen ETF-Anteil im Depot um eine einkommensorientierte Komponente ergänzen möchte. Aber irgendwie macht mich das auch skeptisch, weil ich aus meiner Erfahrung weiss, dass hohe Ausschüttungen selten ohne Haken kommen.

Mein Hauptproblem ist, dass Covered Call Strategien ja grundsätzlich das Aufwärtspotenzial kappen. Wenn der Nasdaq richtig durchstartet, profitiert man also nur begrenzt, weil die Calls ausgeübt werden. Gerade bei Tech-Werten, die historisch gesehen ordentlich Kursgewinne liefern können, frage ich mich, ob man sich da nicht selbst ins Bein schiesst. Klar, in Seitwärtsphasen oder leicht steigenden Märkten kann das gut funktionieren, aber was ist in einem richtig bullischen Umfeld? Dann ärgert man sich vermutlich, dass man die Gewinne verschenkt hat.

Ich persönlich setze ja eher auf klassische Dividendenwerte wie Münchener Rück oder solide europäische ETFs, wo die Erträge aus den tatsächlichen Unternehmensgewinnen kommen und nicht aus Optionsprämien. Die Frage ist halt, ob so eine Strategie langfristig sinnvoll ist oder ob das eher was für Leute ist, die gezielt Cashflow brauchen und bereit sind, dafür Wachstumschancen zu opfern.

Hat jemand von euch Erfahrung mit Covered Call ETFs oder speziell mit JEPQ? Würde mich interessieren, wie sich das in der Praxis anfühlt, gerade in volatileren Marktphasen. Oder seht ihr das eher als Nischenprodukt, das nur unter bestimmten Marktbedingungen Sinn macht?

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