
Ich bin gerade über diesen JEPQ ETF gestolpert, der angeblich 10,9% Rendite bringt durch eine Covered Call Strategie auf Nasdaq Aktien. Das hat mich ziemlich neugierig gemacht, weil ich normalerweise eher klassisch in MSCI World und einige Einzelaktien investiere.
Für alle die es nicht kennen: Covered Calls bedeuten vereinfacht, dass der ETF Aktien hält und gleichzeitig Kaufoptionen darauf verkauft. Die Prämien aus diesen Optionsgeschäften sollen dann für die hohe Ausschüttung sorgen. Klingt erstmal gut, aber ich habe da mehrere Bedenken.
Erstens ist mir die steuerliche Behandlung in Deutschland noch nicht ganz klar. Werden diese Optionsprämien als normale Kapitalerträge behandelt oder gibt es da Besonderheiten? Zweitens bedeutet eine Covered Call Strategie ja immer, dass man das Aufwärtspotenzial begrenzt. Gerade bei Nasdaq Tech-Werten mit ihrer Volatilität könnte man dadurch ordentlich Wachstum liegen lassen.
Ich verstehe den Reiz von regelmäßigen Ausschüttungen absolut. Aber wenn ich mir anschaue, dass mein MSCI World langfristig durch Kursgewinne und Wiederanlage wahrscheinlich besser performed, frage ich mich ob diese 10,9% nicht etwas irreführend sind. Die Gesamtrendite inklusive Kursentwicklung wäre ja die relevantere Kennzahl.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit solchen Covered Call ETFs gemacht? Gerade in einem Marktumfeld wo die Tech-Werte zuletzt ordentlich geschwankt haben, stelle ich mir vor, dass die Strategie mal besser und mal schlechter funktioniert. Würde mich interessieren ob das als Beimischung im Portfolio Sinn macht oder ob man damit langfristig eher Performance verschenkt. Für einen Anleger mit moderater Risikotoleranz wie mich wäre natürlich die Volatilitätsreduzierung durchaus interessant, aber nicht um jeden Preis.
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