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Covered Call ETFs wie JEPQ – was haltet ihr von der Strategie bei aktuellen Marktbedingungen?
Martin Feldmann
Martin Feldmann26.08.2026 14:540

Ich bin gerade über einen Artikel zum JEPQ-ETF gestolpert, der mit Covered Calls auf Nasdaq-Aktien arbeitet und angeblich knapp 11 Prozent Rendite liefert. Das klingt auf den ersten Blick verlockend, aber ich bin da noch etwas skeptisch, was die Mechanik langfristig bringt.

Für alle, die damit nicht so vertraut sind: Covered Call ETFs verkaufen Call-Optionen auf die gehaltenen Aktien und generieren dadurch zusätzliche Prämieneinnahmen. Das pusht die Ausschüttungsrendite ordentlich nach oben. Der Haken ist aber, dass man im Gegenzug das Aufwärtspotenzial deckelt – wenn die Aktien stark steigen, ist man nicht voll dabei. In Seitwärts- oder leicht steigenden Märkten kann das super funktionieren, aber in richtig bullischen Phasen lässt man Rendite liegen.

Mich würde interessieren, wie ihr das seht, gerade in der aktuellen Marktsituation. Wir hatten ja in den letzten Jahren teilweise richtig steile Anstiege bei Tech-Werten, da wäre so eine Strategie vermutlich eher suboptimal gewesen. Auf der anderen Seite sorgt die höhere Volatilität aktuell für fettere Optionsprämien, was die Strategie wieder attraktiver macht. Ich persönlich setze lieber auf breite ETFs wie den MSCI World oder STOXX Europe 600, weil ich da das volle Kurspotenzial mitnehme. Aber als Beimischung für regelmäßigen Cashflow könnte ich mir so etwas eventuell vorstellen, vielleicht im Rentenalter.

Habt ihr Erfahrung mit Covered Call ETFs oder ähnlichen Produkten? Wie schätzt ihr das Chancen-Risiko-Verhältnis ein, besonders wenn man eher langfristig investiert ist? Würde mich über eure Einschätzungen freuen.

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