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JEPQ mit fast 11% Rendite - zu schön um wahr zu sein oder echte Alternative?
Klaus Weber
Klaus Weber26.08.2026 10:060

Ich bin gerade über den JEPQ ETF gestolpert, der mit Covered Call Strategien auf Nasdaq Aktien arbeitet und angeblich 10,9 Prozent Rendite abwirft. Klingt erstmal verlockend, aber ich bin da ehrlich gesagt skeptisch. In meiner Arbeit als Steuerberater sehe ich immer wieder Produkte, die mit hohen Renditen werben, und oft steckt der Teufel im Detail.

Was mich konkret interessiert: Wie nachhaltig ist diese Ausschüttung wirklich? Bei Covered Calls verkauft man ja im Prinzip das Aufwärtspotenzial der gehaltenen Aktien gegen Prämieneinnahmen. Das funktioniert super in Seitwärtsmärkten oder bei moderaten Anstiegen, aber wenn die Nasdaq richtig durchstartet, verpasst man die besten Gewinne. Gerade bei Tech-Werten, die ja bekannt für ihre Volatilität und teils extreme Kurssprünge sind, frage ich mich, ob man sich hier nicht mittelfristig ins eigene Fleisch schneidet.

Aus steuerlicher Sicht ist das auch nicht ganz ohne. Die Ausschüttungen werden vermutlich größtenteils als Kapitalerträge behandelt, was bedeutet, dass der Freibetrag von 1000 Euro schnell aufgebraucht ist. Bei einem größeren Investment landet man dann schnell bei der vollen Abgeltungssteuer von 26,375 Prozent inklusive Soli. Von den 10,9 Prozent bleiben dann effektiv nur noch etwa acht Prozent übrig, was das Ganze schon deutlich weniger spektakulär macht.

Ich persönlich setze eher auf klassische Dividendenaristokraten und breit gestreute ETFs wie den MSCI World. Da weiß ich, was ich habe, und die Strategie ist transparent. Bei solchen komplexeren Produkten würde ich gerne mehr über die langfristige Performance erfahren, nicht nur die aktuelle Ausschüttungsrendite. Hat jemand von euch Erfahrung mit Covered Call ETFs oder vielleicht sogar konkret mit dem JEPQ?

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