
Ich bin gerade über die Meldung gestolpert, dass Microsoft mittlerweile 30 Prozent unter dem Allzeithoch notiert, und gleichzeitig kommt neue Regulierung in Australien. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, weil ich bisher Tech-Werte eher gemieden habe und lieber auf solide Dividendentitel und ETFs gesetzt habe.
Aus meiner Sicht als jemand, der täglich mit Zahlen und Bilanzen arbeitet, sieht Microsoft fundamental eigentlich immer noch stark aus. Das Cloud-Geschäft läuft, die Margen sind ordentlich, und sie haben ein etabliertes Geschäftsmodell. Aber dieser Kursrückgang von 30 Prozent ist schon deutlich. Da frage ich mich: Ist das eine echte Kaufgelegenheit für langfristig orientierte Anleger, oder werden die Tech-Giganten grundsätzlich durch zunehmende Regulierung weltweit unter Druck geraten?
Die Australien-Geschichte ist ja nur ein Beispiel. In Europa haben wir den Digital Markets Act, in den USA gibt es immer wieder Kartellverfahren. Das Risiko, dass solche Unternehmen künftig stärker reguliert und möglicherweise zerschlagen werden, scheint mir real zu sein. Andererseits könnte man argumentieren, dass ein Kursrückgang von 30 Prozent bereits vieles davon einpreist.
Ich überlege tatsächlich, einen kleineren Betrag in Microsoft zu stecken, vielleicht 5 bis 10 Prozent meines Portfolios. Bisher bin ich ja eher konservativ unterwegs mit meinem MSCI World ETF und deutschen Dividendenwerten. Aber vielleicht wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, um auch mal gezielt in Einzelaktien einzusteigen, gerade wenn sie deutlich korrigiert haben.
Was denkt ihr? Seht ihr Microsoft als solides Investment trotz Regulierungsrisiken, oder haltet ihr euch bei Tech-Giganten grundsätzlich zurück?
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