
Hallo zusammen, ich bin gerade über diese Artikel zu Covered Call ETFs gestolpert und muss sagen, das Thema beschäftigt mich etwas. Ich habe bisher vor allem in klassische ETFs investiert, hauptsächlich MSCI World und ein bisschen DAX, alles über Sparpläne aufgebaut. Das Konzept war immer klar: Buy and Hold, breit streuen, langfristig denken. Jetzt lese ich aber immer häufiger über diese Covered Call Strategien, bei denen man durch den Verkauf von Call-Optionen zusätzliche Erträge generiert und dafür höhere Ausschüttungen bekommt.
Auf den ersten Blick klingt das natürlich verlockend, gerade wenn man irgendwann von den Ausschüttungen leben möchte. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Fragezeichen habe ich. Wenn ich das richtig verstehe, dann verkauft man bei dieser Strategie quasi das Aufwärtspotenzial der Aktien. In einem stark steigenden Markt, wie wir ihn gerade bei Tech-Werten teilweise gesehen haben, würde man dann zwar die Prämien kassieren, aber die richtig großen Kursgewinne verpassen. Und gerade bei Tech-Aktien oder KI-Themen kann es doch innerhalb kurzer Zeit richtig nach oben gehen.
Meine Überlegung ist folgende: Für jemanden wie mich, der noch mindestens zwanzig Jahre bis zur Rente hat, macht das doch eigentlich keinen Sinn, oder? Ich brauche die laufenden Ausschüttungen aktuell nicht und würde sie ohnehin wieder anlegen. Da wäre es doch klüger, auf die volle Kursentwicklung zu setzen, statt mir durch Optionsprämien das Wachstumspotenzial zu begrenzen. Andererseits frage ich mich, ob solche Strategien vielleicht in bestimmten Marktphasen oder für bestimmte Anlegertypen durchaus ihre Berechtigung haben.
Ich würde mich freuen, wenn jemand von euch Erfahrungen mit Covered Call ETFs hat oder das Thema aus einem anderen Blickwinkel beleuchten kann. Seht ihr das ähnlich wie ich, oder übersehe ich hier wichtige Vorteile? Gerade im aktuellen Umfeld mit den Unsicherheiten am Tech-Markt würde mich eure Einschätzung interessieren.
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