
Hallo zusammen, ich bin gerade auf die Artikel zu Covered Call ETFs gestoßen und bin etwas ins Grübeln gekommen. Ich bespare seit Jahren klassische ETFs wie den MSCI World und bin damit eigentlich ganz zufrieden. Jetzt lese ich immer öfter von diesen Covered Call Strategien, die hohe Ausschüttungen versprechen, aber gleichzeitig das Aufwärtspotenzial begrenzen.
Das klingt für mich erstmal nach einem klassischen Zielkonflikt. Einerseits sind regelmäßige Ausschüttungen natürlich verlockend, gerade wenn man vielleicht irgendwann in Teilzeit gehen oder früher in Rente möchte. Andererseits frage ich mich, ob man damit nicht genau das aufgibt, was langfristiges Investieren ausmacht, nämlich von Kursgewinnen zu profitieren.
Mich würde interessieren, wie ihr das seht. Gerade im aktuellen Umfeld mit Tech-Aktien, die ja extrem volatil sein können, scheint mir das Risiko ziemlich hoch. Wenn ich das richtig verstehe, verkaufen diese Fonds Call-Optionen auf ihre Positionen und kassieren die Prämien. Das funktioniert super in Seitwärtsmärkten, aber was passiert, wenn es richtig nach oben geht? Dann sind die Gewinne gedeckelt. Und im Crash? Da helfen die Optionsprämien wahrscheinlich auch nur bedingt.
Für mich persönlich passt das eigentlich nicht zu meiner Strategie. Ich möchte mein Depot über die nächsten 20 bis 25 Jahre aufbauen und da erscheint mir ein klassischer thesaurierender ETF immer noch am sinnvollsten. Aber vielleicht übersehe ich ja etwas? Gibt es hier jemanden, der solche Produkte im Depot hat und damit gute oder schlechte Erfahrungen gemacht hat? Oder seht ihr das eher als Ergänzung für einen kleinen Teil des Portfolios, nicht als Kernbaustein?
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