
Hab gerade gelesen, dass Nvidia mittlerweile Apple an der Spitze des S&P 500 verdrängt hat, was die Gewichtung angeht. Das heißt ja konkret, dass alle die einen MSCI World oder ähnliche breite ETFs besparen, jetzt automatisch mehr Nvidia im Depot haben als Apple Anteile. Finde ich ehrlich gesagt einen interessanten Punkt, über den man mal nachdenken sollte.
Auf der einen Seite ist das ja genau das Prinzip von passivem Investieren, das ich auch verfolge. Die erfolgreichsten Unternehmen bekommen automatisch mehr Gewicht, ohne dass ich aktiv umschichten muss. Andererseits bedeutet das auch eine massive Klumpenbildung im Tech-Sektor. Wenn ich mir anschaue, wie volatil Nvidia in den letzten Jahren war und wie sehr die Bewertung von der KI-Story abhängt, dann wird mir schon etwas mulmig bei dem Gedanken, dass das jetzt die größte Position in meinem ETF ist.
Aus technischer Sicht ist Nvidia natürlich top aufgestellt, keine Frage. Die haben bei KI-Chips quasi ein Quasi-Monopol und die Margen sind beeindruckend. Aber die Bewertung ist halt auch entsprechend sportlich. Ich frage mich, ob es nicht sinnvoll wäre, bewusst etwas Gegengewicht zu schaffen, vielleicht mit europäischen Dividendentiteln oder einem STOXX Europe 600 ETF, um die USA-Tech-Lastigkeit etwas auszugleichen.
Wie seht ihr das? Macht ihr euch Gedanken über solche Konzentrationsrisiken oder vertraut ihr einfach darauf, dass sich das über die Zeit wieder ausgleicht? Würde mich echt interessieren, wie andere ETF-Sparer damit umgehen.
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