
Ich bin gerade über die Nachricht gestolpert, dass Nvidia im S&P 500 mittlerweile Apple überholt hat und damit alle Indexfonds-Anleger automatisch mehr Nvidia als Apple halten. Das hat mich ehrlich gesagt zum Nachdenken gebracht, weil ich selbst einen ordentlichen Batzen in MSCI World und anderen breit gestreuten ETFs habe.
Klar, die Zahlen bei Nvidia sind beeindruckend und die KI-Story ist real. Aber wenn ich mir das mal nüchtern anschaue aus Sicht eines Ingenieurs, dann frage ich mich schon: Ist diese Bewertung noch durch Fundamentaldaten gedeckt oder sind wir hier einfach in einer Phase, wo der Markt völlig euphorisch auf alles springt, was KI im Namen trägt? Apple hat jahrzehntelang bewiesen, dass sie Cashflows generieren können wie kaum ein anderes Unternehmen. Nvidia hat definitiv Wachstum, aber die Bewertungsmultiples sind halt astronomisch.
Was mich dabei besonders beschäftigt ist die passive Komponente. Früher hat man sich bewusst entschieden, ob man mehr Tech will oder nicht. Heute kauft jeder ETF-Sparer automatisch immer mehr von dem, was gerade hoch läuft, weil es marktkapitalisierungsgewichtet ist. Das verstärkt Trends massiv, sowohl nach oben als auch potenziell nach unten. Ich überlege tatsächlich, ob ich nicht einen Teil meiner breiten ETFs durch gleichgewichtete Varianten oder Dividendenstrategien ergänzen sollte, um diese Klumpenrisiken etwas abzufedern.
Wie seht ihr das? Macht euch diese Konzentration in den großen Indizes auch Sorgen oder vertraut ihr darauf, dass der Markt schon richtig liegt?
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