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Covered Call ETFs - wer hat Erfahrung damit in der Praxis?
Klaus Weber
Klaus Weber23.08.2026 10:480

Ich bin gerade über einen Artikel zu Covered Call ETFs gestolpert, speziell im Zusammenhang mit Tech-Aktien, und muss sagen, das Thema lässt mir keine Ruhe. Auf dem Papier klingt das ja erstmal verlockend: regelmäßige Prämieneinnahmen durch den Verkauf von Call-Optionen, die das Portfolio stabilisieren sollen. Gerade in volatilen Märkten wie dem Tech-Sektor könnte das theoretisch Sinn machen.

Was mich aber stutzig macht: Bei meiner täglichen Arbeit sehe ich immer wieder, dass Konstrukte, die zu schön klingen um wahr zu sein, meistens einen Haken haben. Und bei Covered Calls ist der Haken ja offensichtlich - man deckelt sein Aufwärtspotenzial. Wenn die zugrunde liegenden Aktien durch die Decke gehen, schaut man in die Röhre, weil man die Calls verkauft hat.

Konkret frage ich mich: Macht so eine Strategie für jemanden wie mich überhaupt Sinn? Ich bin eher der konservative Typ, setze hauptsächlich auf DAX und MSCI World ETF, ein paar solide Dividendenzahler. Covered Call ETFs könnten theoretisch mein Einkommen aufbessern, aber ich habe keine praktische Erfahrung mit Optionsstrategien. Ist das nicht letztlich nur eine andere Form von Market Timing?

Was mich außerdem interessiert: Wie sieht es steuerlich aus? Die Prämieneinnahmen sind vermutlich als Kapitalerträge zu versteuern, aber wird da anders abgerechnet als bei normalen Dividenden? Und wie komplex wird die Steuererklärung, wenn man solche ETFs im Depot hat?

Hat jemand von euch bereits Erfahrungen mit Covered Call ETFs gemacht? Würdet ihr das für ein moderat risikofreudiges Portfolio empfehlen, oder ist das eher was für Leute, die wirklich tief in der Optionsmaterie drin sind?

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