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AAPL
Konzentriertes Portfolio nur mit einer Aktie - Wahnsinn oder legitime Strategie?
Klaus Weber
Klaus Weber21.08.2026 12:282

Ich bin gerade über die Meldung gestolpert, dass ein US-Kongressabgeordneter seit 2024 sein komplettes Portfolio ausschließlich auf Apple-Aktien konzentriert hat. Muss sagen, das hat mich schon sehr nachdenklich gemacht, weil es gegen alles verstößt, was ich meinen Mandanten normalerweise rate.

Aus steuerlicher Sicht sehe ich bei so einer Strategie natürlich erhebliche Risiken. Wenn die eine Aktie absackt, ist das gesamte Vermögen betroffen. Keine Diversifikation bedeutet keine Risikostreuung, das ist eigentlich Grundschulwissen beim Investieren. Ich selbst setze auf einen breiten Mix aus DAX-Werten, MSCI World ETF und einigen soliden Dividendenzahlern. Genau deshalb schlafe ich nachts auch ruhig.

Andererseits muss ich zugeben, dass Apple in den letzten Jahren eine beeindruckende Performance hingelegt hat. Wer 2024 all-in gegangen ist, hat vermutlich ordentlich Rendite eingefahren. Aber hätte die gleiche Strategie mit Nokia vor 15 Jahren funktioniert? Eher nicht. Die Frage ist doch, ob man wirklich bereit ist, sein gesamtes Kapital auf eine einzige Wette zu setzen.

Bei meinen Beratungsgesprächen erlebe ich immer wieder Leute, die ihre kompletten Ersparnisse in eine oder zwei Aktien stecken wollen, weil sie irgendwo einen heißen Tipp aufgeschnappt haben. Meistens rate ich dann zur Vorsicht und empfehle eine breitere Streuung. Aber vielleicht bin ich da auch zu konservativ? Immerhin gibt es erfolgreiche Beispiele wie Warren Buffett, der auch auf konzentrierte Positionen setzt, allerdings mit extrem gründlicher Analyse.

Was meint ihr dazu? Ist so eine Ein-Aktien-Strategie für Privatanleger überhaupt sinnvoll, oder ist das reines Glücksspiel? Würde mich interessieren, ob jemand von euch ähnlich konzentriert investiert ist und wie ihr damit umgeht.

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