
Ich bin gerade über einen Artikel gestolpert, in dem es um einen US-Kongressabgeordneten geht, der seit 2024 komplett auf Apple-Aktien setzt. Also wirklich ausschließlich Apple, keine Diversifikation, nichts. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, weil das ja wirklich das Gegenteil von allem ist, was ich meinen Schülern in der AG für Finanzen erzähle und was ich selbst praktiziere.
Ich bin ja eher die ETF-Fraktion und habe mein Portfolio relativ breit aufgestellt mit MSCI World als Basis und ein paar europäischen Indexfonds dazu. Klar, Apple ist ein starkes Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten, aber so eine Konzentration auf eine einzige Aktie würde mir persönlich den Schlaf rauben. Was ist, wenn es regulatorische Eingriffe gibt? Was, wenn die nächste iPhone-Generation floppt oder die Margen unter Druck geraten? Das systematische Risiko mag überschaubar sein, aber das unsystematische Risiko ist bei so einer Strategie doch enorm.
Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass ich mich manchmal frage, ob ich mit meiner breiten Diversifikation nicht zu vorsichtig bin. Wer wirklich an ein Unternehmen glaubt und die Nerven hat, kann natürlich auch überproportional profitieren. Warren Buffett hat ja auch immer betont, dass man in das investieren soll, was man versteht und woran man glaubt, statt blind zu diversifizieren.
Wie seht ihr das? Habt ihr selbst schon mal überlegt, stark auf ein einzelnes Unternehmen zu setzen? Oder haltet ihr das grundsätzlich für zu riskant? Mich interessiert besonders, wie ihr die Balance zwischen Überzeugung und Risikomanagement findet. Bei mir überwiegt definitiv die Vorsicht, aber vielleicht verpasse ich dadurch ja auch Chancen.
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