
Ich bin gerade über die Nachricht gestolpert, dass Ray Dalio seine Position in S&P 500 ETFs massiv aufgestockt hat, um über 6 Milliarden Dollar. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, weil ich seit Jahren stur meinen MSCI World ETF bespare und den S&P 500 eigentlich immer etwas links liegen gelassen habe.
Meine Überlegung war bisher immer: Der MSCI World ist breiter diversifiziert, deckt auch Europa und Asien ab, und ich wollte nicht zu stark auf die USA setzen. Aber wenn man ehrlich ist, macht die USA mittlerweile ohnehin über 70 Prozent vom MSCI World aus. Da frage ich mich, ob die vermeintliche Diversifikation nicht eher eine Illusion ist und ich mir die höheren TER bei manchen World ETFs eigentlich sparen könnte.
Was mich besonders interessiert: Dalio vergleicht wohl SPY und IVV. Beide bilden den S&P 500 ab, aber haben unterschiedliche Kostenstrukturen und Anbieter. Ich kenne mich mit den Feinheiten bei US ETFs ehrlich gesagt nicht so gut aus, weil ich hauptsächlich in europäische, thesaurierende ETFs investiere wegen der Steuergeschichte.
Seht ihr das ähnlich, dass der Unterschied zwischen MSCI World und S&P 500 mittlerweile marginal geworden ist? Oder gibt es gute Gründe, bei der globalen Streuung zu bleiben, auch wenn die Performance in den letzten Jahren klar für den S&P gesprochen hat? Ich unterrichte Mathematik und Physik, und rein von den Zahlen her sieht der S&P 500 verlockend aus. Aber ich bin auch vorsichtig genug zu wissen, dass vergangene Performance keine Zukunftsgarantie ist.
Wie handhabt ihr das in euren Sparplänen? Habt ihr bewusst den S&P 500 gewählt oder setzt ihr auf breitere Indizes?
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