
Moin zusammen, ich bin gerade über die Meldung gestolpert, dass Ray Dalio seine S&P 500-ETF-Position um satte 6,2 Milliarden Dollar aufgestockt hat. Das ist schon eine Hausnummer, die einen nachdenklich macht. Als jemand, der bisher vor allem auf den MSCI World setzt, stelle ich mir natürlich die Frage: Was bedeutet das konkret für uns normale Privatanleger?
Was mich dabei besonders interessiert, ist der Vergleich zwischen SPY und IVV. Beide bilden ja den S&P 500 ab, aber die Unterschiede stecken im Detail. Ich habe mir mal die Kostenquoten angeschaut. Der IVV von BlackRock liegt bei etwa 0,03 Prozent TER, während der SPY von State Street etwas teurer ist. Klingt marginal, aber bei größeren Summen und über lange Zeiträume macht das durchaus was aus. Bei einem Depot von sagen wir mal 100.000 Euro sind das immerhin 30 Euro im Jahr Unterschied.
Auf der anderen Seite ist der SPY der älteste und liquideste S&P 500-ETF überhaupt. Für große institutionelle Investoren wie Dalio spielt die Handelbarkeit natürlich eine größere Rolle als für mich als Kleinanleger. Die Geld-Brief-Spannen sind minimal, und man kann problemlos auch große Positionen handeln. Aber brauche ich das wirklich? Vermutlich nicht.
Was mir als Steuerberater natürlich auch wichtig ist: Beide ETFs sind in den USA aufgelegt, also nicht unbedingt die steuerlich optimale Wahl für deutsche Anleger. Da würde ich eher zu einem europäischen thesaurierenden ETF greifen, der die Vorabpauschale automatisch regelt. Trotzdem frage ich mich, ob Dalios Strategie nicht auch etwas über die aktuelle Markteinschätzung aussagt. Setzt er damit auf eine Fortsetzung der US-Dominanz?
Für mich persönlich bleibt die Frage: Sollte ich meinen MSCI World-Anteil reduzieren und stärker auf den S&P 500 setzen? Oder ist die breite Streuung langfristig doch die bessere Wahl? Würde mich interessieren, wie ihr das seht und ob jemand von euch gezielt auf US-ETFs setzt.
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