
Hab gerade gelesen, dass sowohl die Allianz als auch die Munich Re im zweiten Quartal 2026 ordentlich zugelegt haben bei den Gewinnen. Die werden ja gerne als defensive Investments angepriesen, gerade wenn die Märkte volatiler werden. Ich halte selbst schon länger Münchener Rück im Depot und bin bisher sehr zufrieden mit der Dividendenrendite und der relativ stabilen Kursentwicklung.
Was mich aber umtreibt: Wie schätzt ihr die Perspektiven für Versicherungsaktien ein, wenn wir mal über die nächsten fünf bis zehn Jahre nachdenken? Klar, die Geschäftsmodelle sind solide und die Margen bei Rückversicherern sind strukturell interessant. Aber auf der anderen Seite haben wir zunehmende Klimarisiken, die sich in steigenden Schäden niederschlagen könnten. Die Frage ist, ob die das wirklich sauber in ihre Prämienkalkulationen einpreisen können oder ob da irgendwann ein böses Erwachen kommt.
Ich persönlich sehe die beiden immer noch als Basisinvestment, gerade wegen der Ausschüttungen und der geringen Korrelation zu zyklischen Werten. Aber ich frage mich, ob man da nicht langsam auch mal kritischer draufschauen sollte, gerade bei der Münchener Rück mit ihrem hohen Exposure in der Naturkatastrophensparte. Wie habt ihr eure Positionen bei Versicherern gewichtet? Eher als Stabilitätsanker oder seht ihr da auch noch Wachstumspotenzial?
0 Antworten
Anmelden, um zu antworten.