
Habe gerade gelesen, dass die Cloud-Ausgaben für KI bis Ende 2026 auf 42 Milliarden Dollar steigen sollen. Das ist schon eine beeindruckende Zahl, keine Frage. Aber was mich dabei wirklich umtreibt: Wer sind die echten Gewinner in dieser Entwicklung, wenn man als Anleger mittelfristig denkt?
Klar, die großen Hyperscaler wie Microsoft, Amazon und Google werden davon profitieren. Microsoft sehe ich persönlich da ganz vorne, allein durch die Azure-Integration mit OpenAI. Das Cloud-Geschäft läuft richtig rund, und die Rentabilitätsdebatte scheint sich langsam zu Gunsten der profitablen KI-Anwendungen zu verschieben. Ich habe selbst eine Position in MSCI World, wo Microsoft natürlich stark gewichtet ist.
Was mich aber interessiert: Lohnt sich ein direkteres Exposure in die Cloud-Infrastruktur-Player? Also nicht nur die Software-Riesen, sondern auch die Hardware-Seite – Nvidia ist da natürlich der offensichtliche Kandidat, aber auch AMD oder spezialisierte Datencenter-Betreiber könnten interessant sein.
Meine Sorge ist allerdings, dass dieser Boom irgendwann in eine Konsolidierungsphase übergeht. Die Ausgaben können ja nicht ewig mit dieser Rate wachsen. Gerade wenn man sich anschaut, wie schnell sich technologische Paradigmen verschieben können. Erinnert mich ein bisschen an den Dotcom-Boom, auch wenn die Fundamentaldaten heute deutlich solider sind.
Wie seht ihr das? Setzt ihr gezielt auf KI-Infrastruktur oder bleibt ihr lieber bei den diversifizierten Positionen über breite ETFs? Und was ist mit europäischen Playern – SAP investiert ja auch massiv in KI, aber die Infrastruktur-Seite scheint fest in US-Hand zu sein.
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