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11. Februar 2026

Dow Jones kratzt am Rekord – und lässt Anleger dann hängen

Börse

Ein Rekord flackert kurz auf, dann ist er schon wieder weg: Der Dow Jones hat am Dienstag zwar ein neues Allzeithoch angerissen, am Ende aber eher so getan, als wäre nichts gewesen.

Unterm Strich blieb ein mageres Plus von 0,1 Prozent auf 50.188 Punkte. Zwischendurch stand der Index bei 50.513 Zählern – das war ein neues Rekordniveau. Während die Old-Economy-Schwergewichte noch irgendwie grün ins Ziel stolperten, ging bei den anderen eher die Luft raus: Nasdaq minus 0,6 Prozent auf 23.102 Punkte, der S&P 500 minus 0,3 Prozent auf 6.942 Punkte.

Zinsen: Der Markt spielt Glaskugel

Das große Spiel an der Wall Street heißt gerade: Raten, was die US-Notenbank als Nächstes macht. Zinsspekulationen sind der Treibstoff – und gleichzeitig die Stolperfalle. Denn wenn sich nur ein Satz aus dem Fed-Umfeld anders liest als gedacht, drehen Kurse oft in Sekunden. Sonali Basak, Chef-Anlagestrategin bei iCapital, rechnet deshalb nicht mit einem gemütlichen Durchmarsch: Es dürfte ruckelig und volatil bleiben – volatil heißt simpel gesagt: Es wackelt stark, rauf und runter, ohne Vorwarnung.

KI und Software: Erst Panik, jetzt Gegenreaktion

Auffällig ist, wie schnell nach dem jüngsten Tech-Rumms wieder der Reflex einsetzt: „Ist billiger geworden, also rein da.“ Sameer Samana von Wells Fargo beschreibt genau dieses Muster – nach kräftigen Einbrüchen kommen oft kurze Rückpraller. Das sieht im Chart nett aus, ist aber noch kein Freifahrtschein für eine echte Trendwende.

Der Grund für die Nervosität liegt weiter auf dem Tisch: die Frage, ob KI dem klassischen Softwaregeschäft Marktanteile abknabbert. Vergangene Woche hat das die Kurse spürbar durchgeschüttelt. Auslöser war eine neue KI-Anwendung von Anthropic, die Automatisierung von Arbeitsabläufen in verschiedenen Branchen betont. Danach ging es bei vielen Titeln aus dem Bereich „Software as a Service“ (kurz: SaaS – Software, die man nicht kauft und installiert, sondern als Abo über das Internet nutzt) breit nach unten. Die entscheidende Frage jetzt: War das nur ein kurzer Beruhigungsschluck nach der Panik – oder findet der Markt wirklich wieder festen Tritt?