Die rote Linie liegt bei 50 Punkten – und Chinas Wirtschaft ist zum Start ins Jahr auf die falsche Seite gerutscht. Wer auf Rückenwind gehofft hatte, bekommt erst mal Gegenwind serviert.
Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie – das ist eine Umfrage unter Firmen, ob sie eher mehr produzieren und bestellen oder schon wieder sparen – fiel im Januar auf 49,3 Punkte. Im Dezember waren es noch 50,1. Unter 50 heißt unterm Strich: weniger Tempo, mehr Vorsicht.
Industrie schwächelt – und die Dienste gleich mit
Auch die Erwartungen wurden verfehlt. Statt mit 50,0 zu landen, rutschte das Barometer klar darunter.
Und es blieb nicht bei der Industrie. Der Index für den Dienstleistungssektor sackte von 50,2 auf 49,4 Punkte ab – der niedrigste Stand seit Dezember 2022. Wenn selbst Services wie Handel, Transport oder Gastronomie keinen Schwung zeigen, ist das kein gutes Zeichen für die Binnenwirtschaft.
Peking greift in die Kiste – aber zündet das?
Aus dem Statistikamt heißt es, einige Industriezweige liefen im Januar traditionell ruhiger. Klingt harmlos, ist aber nur die halbe Wahrheit: Die Marktnachfrage bleibt schwach. Genau das drückt auf die Stimmung – und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt kämpft weiter mit lahmem Konsum.
Die Regierung versucht gegenzusteuern: 62,5 Milliarden Yuan stehen als Subventionen bereit, damit Verbraucher Haushaltsgeräte und Smartphones austauschen. Zusätzlich hat die Zentralbank Zinssenkungen für bestimmte Sektoren angekündigt und weitere Schritte in Aussicht gestellt.
Die Frage ist jetzt ziemlich simpel: Reicht das, um die Nachfrage wieder auf Trab zu bringen – oder bleibt China erst mal im Konjunktur-Schneckentempo hängen?

