Unter Griechenlands Meeresboden wird wieder nach Gas gesucht – und Chevron setzt dafür jetzt den Stempel drauf: Der US-Konzern hat zusammen mit Helleniq Energy mehrere Verträge mit dem griechischen Staat unterschrieben und startet damit eine neue Runde bei der Exploration.
Konkret geht es um Offshore-Gebiete – also Felder draußen auf See – südlich der Insel Kreta und der Halbinsel Peloponnes. Dort sollen nach Angaben der Regierung in Athen Erkundungsarbeiten anlaufen.
Signal an Washington
International wird der Vertragsabschluss als klarer Wink in Richtung USA gewertet: Athen und Washington rücken energiepolitisch enger zusammen. Man kann es drehen und wenden, wie man will – solche Deals sind nicht nur Geschäft, sondern auch Geopolitik in Arbeitskleidung.
Die USA wollen seit längerem in der Region stärker präsent sein, heißt es. Das läuft auf zwei Schienen: einmal über Beteiligungen an Förderprojekten – und zusätzlich über Lieferungen von LNG, also verflüssigtem Erdgas, das per Tanker nach Europa kommt.
Europas große Gas-Flucht
Die Vereinbarungen passen in den größeren Umbau der europäischen Energiepolitik. In Brüssel ist das Ziel klar: Europa soll bis Ende 2027 weitgehend unabhängig von russischem Erdgas werden, hieß es aus Kreisen der griechischen Regierung.
Die entscheidende Frage bleibt damit: Wird aus der Suche im Meer am Ende ein echter Fund – oder vor allem ein politisches Signal, das in der aktuellen Lage gut aussieht?

