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S&P 100 ETF ersetzt Nike und Colgate durch 4 KI-Aktien: Was der Umbau für Index-Investoren bedeutet
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S&P 100 ETF ersetzt Nike und Colgate durch 4 KI-Aktien: Was der Umbau für Index-Investoren bedeutet

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Der iShares S&P 100 ETF (OEF) entfernt am 21. September 2026 Nike, Colgate-Palmolive, Simon Property Group und Honeywell und ersetzt sie durch Dell Technologies, Palo Alto Networks, Arista Networks und SanDisk.
  • Nike verlässt den S&P 100 nach 18 Jahren, nachdem die Aktie über einen Zeitraum von fünf Jahren um 78% gefallen ist und das Unternehmen über 220 Milliarden US-Dollar an Marktwert verloren hat.
  • SanDisk verzeichnete 2026 einen Kursanstieg von 633% und handelt nahe 1.740 US-Dollar, Dell Technologies legte um 320,24% zu, Palo Alto Networks um 80,92% und Arista Networks um 47,89%.
  • Zum Zeitpunkt des Juni-Rebalancing-Snapshots machte Nike lediglich 0,11% und Colgate-Palmolive 0,16% des OEF-Fonds aus, zusammen also nur 0,27% des Portfolios.
  • Der OEF erzielte bis zum 7. September 2026 eine Performance von 12% im laufenden Jahr und blieb damit hinter dem QQQ (17%) und dem VOO (14%) zurück, bei gleichzeitig rund vierfach höheren Kosten als der VOO.
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Der iShares S&P 100 ETF (OEF) hat am 6. und 7. September 2026 ein umfassendes Rebalancing angekündigt, das zum 21. September 2026 wirksam wird. Dabei verlassen vier etablierte Unternehmen den Index, während vier Tech-Konzerne mit Fokus auf KI-Infrastruktur nachrücken.

Nike (NYSE: NKE), Colgate-Palmolive (NYSE: CL), Simon Property Group (NYSE: SPG) und Honeywell Aerospace (NASDAQ: HON) scheiden aus dem S&P 100 aus. An ihre Stelle treten Dell Technologies (NYSE: DELL), Palo Alto Networks (NASDAQ: PANW), Arista Networks (NYSE: ANET) und SanDisk (NASDAQ: SNDK).

Historischer Abstieg: Nike verlässt S&P 100 nach 18 Jahren

Nike verlässt den S&P 100 nach 18 Jahren als Bestandteil des Index. Der Sportartikel-Konzern verlor über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr als 220 Milliarden US-Dollar an Marktwert, die Aktie brach um 78% ein. Laut Berichten vom 6. September 2026 handelt es sich um einen "Zusammenbruch für die Geschichtsbücher".

Trotz des Ausschlusses aus dem S&P 100 bleibt Nike im breiter gefassten S&P 500 Index gelistet. Zum Zeitpunkt des Juni-Rebalancing-Snapshots machte Nike bereits nur noch 0,11% des OEF-Fonds aus. Colgate-Palmolive kam auf 0,16%. Gemeinsam repräsentierten beide Unternehmen damit lediglich 0,27% des Portfolios – bereits vor dem offiziellen Ausschluss waren sie zu vernachlässigbaren Positionen geschrumpft.

Vier KI-Infrastruktur-Aktien mit dreistelligen Kursgewinnen

Die vier Neuaufnahmen vereint ihr Fokus auf KI-Infrastruktur und spektakuläre Kursgewinne im laufenden Jahr. Laut Daten vom 6. und 7. September 2026 verzeichneten sie folgende Performance:

  • SanDisk: +633% im laufenden Jahr, Kurs nahe 1.740 US-Dollar
  • Dell Technologies: +320,24% im laufenden Jahr
  • Palo Alto Networks: +80,92% im laufenden Jahr
  • Arista Networks: +47,89% im laufenden Jahr

Die vier Unternehmen decken unterschiedliche Segmente der KI-Infrastruktur ab: Dell liefert AI-Server, Palo Alto Networks bietet AI-Sicherheitslösungen, Arista Networks stellt AI-Netzwerktechnologie bereit und SanDisk produziert AI-Speicherkomponenten.

Alle vier Aktien werden aus dem breiteren S&P 500 in den exklusiveren S&P 100 befördert – sie sind also keine Neueinsteiger im Index-System, sondern steigen innerhalb der S&P-Hierarchie auf.

Wie die Index-Methodik die tatsächlichen Auswirkungen begrenzt

Der S&P 100 gewichtet seine Mitglieder nach streubesitzbereinigter Marktkapitalisierung. Gemäss der Methodik von S&P Global treten Neuaufnahmen in der Regel am unteren Ende der Gewichtungsskala in den Index ein, nicht als gleichgewichtete Positionen. Dell, Palo Alto Networks, Arista Networks und SanDisk werden daher die Zusammensetzung des OEF nicht über Nacht grundlegend verändern, trotz ihrer erheblichen Kurszuwächse.

Das Index-Komitee folgt mit seinen Entscheidungen der Marktkapitalisierung und ratifiziert damit eine Verschiebung, die der Markt bereits vollzogen hat. Die Aufnahme der KI-Aktien spiegelt bereits stattgefundene Kursbewegungen wider, statt proaktiv eine Sektorverschiebung einzuleiten.

OEF-Performance bleibt hinter Tech-Indizes zurück

Der OEF erzielte bis zum 7. September 2026 eine Performance von 12% im laufenden Jahr. Damit blieb der Fonds deutlich hinter anderen Index-Produkten zurück: Der Invesco QQQ Trust (QQQ) – ein Index mit Fokus auf die 100 grössten nicht-finanziellen Nasdaq-Unternehmen – legte im selben Zeitraum um 17% zu, der Vanguard S&P 500 ETF (VOO) um 14%.

Gleichzeitig berechnet der OEF eine Kostenquote von etwa 0,20%, rund das Vierfache der typischen Gebühren des VOO. Anleger zahlen also deutlich mehr für eine Strategie, die in diesem Jahr eine Unterrendite lieferte.

Was bedeutet der Umbau für Investoren?

Das Rebalancing wirft grundsätzliche Fragen zur strategischen Ausrichtung des OEF auf. Der Fonds wird als "diversifiziertes Mega-Cap-Engagement" vermarktet. Die wiederholte Aufnahme von KI- und Tech-Werten lässt jedoch die Frage aufkommen, ob sich der OEF nicht stillschweigend um ein einziges Thema neu formiert hat und zu einem "etwas günstigeren, etwas verwässerten Cousin des Invesco QQQ Trust" geworden ist.

Das aktuelle Rebalancing ist kein isoliertes Ereignis. Bereits am 6. März 2026 hatte der S&P 100 im Zuge des KI-Booms die Halbleiter- und Technologiewerte Micron Technology (MU), Lam Research (LRCX), Applied Materials (AMAT) und GE Vernova (GEV) aufgenommen. Die Indexzusammensetzung verschiebt sich damit kontinuierlich in Richtung Technologie und KI-fokussierte Unternehmen.

Für passive Anleger, die über den OEF in die 100 grössten US-Unternehmen investieren, bedeutet das Rebalancing keine unmittelbare Handlungspflicht. Der Indexfonds passt sein Portfolio automatisch an. Allerdings sollten Investoren prüfen, ob die zunehmende Konzentration auf KI-Infrastruktur und Tech-Werte noch ihrer ursprünglichen Diversifikations-Absicht entspricht – oder ob die Zusammensetzung des Fonds inzwischen stärker einem Tech-Index ähnelt als einem breit gestreuten Mega-Cap-Portfolio.

Quellen

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