
PayPal-Übernahme gescheitert: Warum Stripe und Advent die Verhandlungen abbrachen
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Stripe und Advent International gaben am 28. August 2026 ihre Übernahmepläne für PayPal im Wert von über 50 Milliarden US-Dollar auf, wie Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtete.
- Der PayPal-Vorstand hatte das Übernahmeangebot als unzureichend zurückgewiesen, CEO Enrique Lores setzte stattdessen auf eine eigenständige Trendwende des Unternehmens.
- Die PayPal-Aktie verlor nach der Bekanntgabe nachbörslich bis zu 14 Prozent; im vorbörslichen Handel bezifferten Cryptopolitan und TradingKey das Minus auf bis zu 17 Prozent.
- PayPal verlor in den vergangenen Monaten Marktanteile an Apple Pay und Google Pay und kämpft mit mangelnder Modernisierung der eigenen Technologie.
- Im Jahresverlauf 2026 stand die PayPal-Aktie dank der Übernahmefantasie noch fast 6 Prozent im Plus, bevor das Scheitern diese Gewinne gefährdete.
Der Zahlungsabwickler Stripe und das Private-Equity-Unternehmen Advent International gaben am 28. August 2026 ihre Übernahmepläne für PayPal auf. Das berichtete Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen. Der Deal war mit über 50 Milliarden US-Dollar angesetzt worden, verschiedene Quellen nannten konkrete Summen zwischen 50 und 60 US-Dollar pro Aktie.
Übernahmeangebot vom PayPal-Vorstand abgelehnt
Der PayPal-Vorstand hatte das Übernahmeangebot als unzureichend zurückgewiesen. CEO Enrique Lores, der die Führung von seinem Vorgänger übernommen hatte, wehrte sich gegen das Angebot. Lores schloss eine Übernahme zwar nicht grundsätzlich aus, versicherte aber, dass der Fokus auf einer Trendwende des Unternehmens liege.
Der Rückzug von Stripe und Advent beendet damit einen Übernahmeprozess, der seit Februar 2026 für Bewegung bei der PayPal-Aktie gesorgt hatte. Im Juli 2026 war das milliardenschwere Angebot des Konsortiums publik geworden.
Aktienkurs bricht zweistellig ein
Die Nachricht vom Scheitern der Übernahme führte zu erheblichen Kursverlusten. Heise berichtete von einem Rückgang um bis zu 14 Prozent im nachbörslichen Handel; Cryptopolitan und TradingKey bezifferten das Minus im vorbörslichen Handel auf bis zu 17 Prozent.
Die Perspektive des Übernahmeversuchs hatte den PayPal-Aktien zuvor Auftrieb gegeben. Im Jahresverlauf 2026 stand die Aktie dank mehrerer Kurssprünge während des Übernahmeprozesses noch fast 6 Prozent im Plus, bevor das Scheitern diese Gewinne gefährdete.
Hintergründe der Unternehmenskrise
PayPal steht seit Monaten unter Druck. Das Unternehmen verlor Marktanteile an Apple Pay und Google Pay. Beobachter bemängeln eine mangelnde Modernisierung der eigenen Technologie und Schwierigkeiten, mit Konkurrenten mitzuhalten. Die Marktwahrnehmung einer Unterbewertung des Unternehmens trotz seiner globalen Bedeutung führte im Februar 2026 zum Wechsel an der Unternehmensspitze.
Ein Übernahme durch Stripe, einen der schärfsten Konkurrenten im Bereich digitaler Zahlungen, hätte eine grundlegende Neuausrichtung bedeutet. Advent International, ein erfahrener Private-Equity-Investor, sollte die finanzielle Durchschlagskraft für die Transaktion liefern. Die Kombination aus strategischem Käufer und Finanzinvestor ist bei großen Tech-Deals gängig, wenn einzelne Käufer die Finanzierung allein nicht stemmen können.
Erhöhter Druck auf eigenständige Turnaround-Strategie
Nach dem Scheitern des Übernahmeplans steht PayPal unter der Führung von CEO Enrique Lores unter erhöhtem Druck, eine eigenständige Turnaround-Strategie erfolgreich umzusetzen. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass es aus eigener Kraft eine Trendwende schaffen kann.
Für Anleger bedeutet das Scheitern der Übernahme zunächst das Ende der Übernahmeprämie, die in den Aktienkurs eingepreist war. Die Frage bleibt, ob PayPal unter neuer Führung die strukturellen Probleme lösen kann, ohne die strategische Option einer Übernahme.
Quellen
- PayPal: Advent und Stripe haben Übernahmeversuch angeblich aufgegeben
- PayPal bricht vorbörslich um 17 % ein, da Advent und Stripe über 50 Milliarden Dollar schwere Übernahme aufgeben
- PayPal erleidet schweren Schlag, da Stripe und Advent ihre Übernahmepläne aufgeben – Cryptopolitan
- Stripe und Advent geben Übernahme von PayPal auf – Druck auf neuen CEO wächst