
Nvidia verdrängt Apple an der Index-Spitze: S&P 500 ETF-Anleger halten jetzt mehr Nvidia-Anteile
Von Redaktion aktie.com
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Nvidia erreichte im Schwab 1000 Index eine Gewichtung von 6,94 Prozent und verdrängte damit Apple (6,45 Prozent) von der Spitzenposition (Stand: Juni 2026)
- Apple bleibt mit einer Marktkapitalisierung von 4,5 Billionen USD und einer Gewinnmarge von 27,62 Prozent eines der wertvollsten Technologieunternehmen der Welt
- Die iPhone-Sparte trägt 50,4 Prozent zum Nettoumsatz von Apple bei, während das Services-Geschäft mit 26,2 Prozent die zweitgrößte Ertragsquelle darstellt
- Apple-Aktien werden aktuell zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 36,37 gehandelt, während der Kurs rund 10 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt notiert
- Analysten sehen für die Apple-Aktie ein Kursziel von 326,34 USD, was einem Aufwärtspotenzial von 5,49 Prozent zum aktuellen Niveau entspricht
Nvidia hat Apple als größte Einzelposition in wichtigen US-Aktienindizes überholt. Im Schwab 1000 Index erreichte der Chip-Hersteller eine Gewichtung von 6,94 Prozent, während Apple mit 6,45 Prozent auf den zweiten Platz zurückfiel. Microsoft folgt mit 5,62 Prozent auf Rang drei.
Die Verschiebung dokumentiert die Dominanz von Nvidia im KI-Boom. Für Anleger, die über breitangelegte S&P 500 ETFs investiert sind, bedeutet die neue Rangfolge ein höheres Engagement im Halbleitersektor. Jeder Dollar, der in einen marktkapitalisierungsgewichteten Index-ETF fließt, wird nun anteilig stärker in Nvidia-Aktien investiert als in Apple-Anteile.
Apple bleibt dominanter Tech-Riese trotz zweitem Platz
Apple bringt weiterhin eine Marktkapitalisierung von 4,5 Billionen USD auf die Waage. Der Konzern aus Cupertino erwirtschaftete zuletzt einen Nettoumsatz von 466,8 Milliarden USD bei einer Gewinnmarge von 27,62 Prozent. Das Umsatzwachstum lag bei 16,4 Prozent jährlich.
Das Geschäftsmodell ruht auf zwei Säulen: Hardware-Verkäufe und wiederkehrende Services. Die iPhone-Sparte steuert 50,4 Prozent zum Nettoumsatz bei, gefolgt von Services mit 26,2 Prozent. Zu letzteren zählen App Store, Apple Music, Apple TV und Apple Pay. Peripheriegeräte (8,6 Prozent), Computer (8,1 Prozent) und Musikgeräte einschließlich iPad (6,7 Prozent) ergänzen das Portfolio.
Geografisch erwirtschaftet Apple 42,8 Prozent des Umsatzes in Amerika, 26,7 Prozent in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie 15,5 Prozent in China, Hongkong und Taiwan. Der asiatisch-pazifische Raum ohne China trägt 8,1 Prozent bei, Japan 6,9 Prozent.
Aktienkurs handelt nahe 50-Tage-Durchschnitt
Die Apple-Aktie notierte Anfang Juni 2026 bei 309,35 USD, nachdem sie am Vortag um 0,63 Prozent auf 311,30 USD nachgegeben hatte. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 223,86 USD bis 344,27 USD. Der Kurs liegt knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 309,85 USD (minus 0,16 Prozent), aber deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 281,30 USD (plus 9,97 Prozent).
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt 36,37 bei einem Gewinn pro Aktie von 8 USD. Die PEG-Ratio – ein Maß, das KGV und Wachstum ins Verhältnis setzt – liegt bei 2,55. Die Dividendenrendite erreicht 0,33 Prozent.
Analysten setzen im Mittel ein Kursziel von 326,34 USD an, was einem Aufwärtspotenzial von 5,49 Prozent entspricht. Die Bewertungskennzahlen spiegeln Apples Status als Qualitätswert wider: hohe Profitabilität, stabiles Wachstum, aber auch eine entsprechend ambitionierte Bewertung.
Bedeutung für ETF-Anleger im DACH-Raum
Anleger, die über ETFs auf den S&P 500 oder vergleichbare US-Indizes setzen, tragen automatisch die Gewichtungsverschiebung mit. Bei marktkapitalisierungsgewichteten Produkten fließen Neuinvestitionen und Dividenden-Reinvestitionen stärker in Nvidia als in Apple. Wer sein Engagement in einem der beiden Titel aktiv steuern möchte, müsste Einzelaktien erwerben oder auf sektorspezifische ETFs ausweichen.
Apple bleibt in zahlreichen ETFs mit Technologie- oder Großkapitalisierungs-Fokus prominent vertreten. Die Aktie gilt vielen Investoren als Referenzwert für Qualität und wird eng mit dem globalen Konsum- und Technologiezyklus verbunden. Die Premium-Positionierung im Smartphone-Markt und das ausgebaute Services-Geschäft sorgen für wiederkehrende Erträge und eine enge Kundenbindung.
Historischer Kontext der Indexgewichtung
Apple war das erste US-Unternehmen, das eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion USD erreichte – ein Meilenstein aus dem Jahr 2019. Seitdem hat der Konzern seine Bewertung mehr als vervierfacht. Die aktuelle Verschiebung zu Gunsten von Nvidia zeigt, wie schnell sich Machtverhältnisse im Technologiesektor ändern können, wenn ein Unternehmen von einem strukturellen Wachstumstrend wie künstlicher Intelligenz profitiert.
Für passive Anleger im DACH-Raum ändert die neue Rangfolge nichts an der Grundlogik: Breitangelegte Index-ETFs bilden die Marktkapitalisierung ab, nicht eine subjektive Einschätzung künftiger Performance. Wer Nvidia oder Apple gezielt über- oder untergewichten möchte, muss aktiv in die Portfoliostruktur eingreifen.