
Nvidia Aktienrückkauf-Debatte: Warum Jim Cramer 500 Milliarden Dollar Buyback fordert
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Jim Cramer forderte am 2. September 2026 ein Aktienrückkaufprogramm von 500 Milliarden Dollar für Nvidia, was etwa zehn Prozent der Marktkapitalisierung von 5,46 Billionen Dollar entspricht und das bestehende Programm verfünffachen würde.
- Nvidia wird mit einem Forward-Multiple von 23x auf Basis der Gewinnschätzung von 9,05 Dollar pro Aktie für das Geschäftsjahr 2027 gehandelt, bei gleichzeitig prognostiziertem Wachstum von etwa 70 Prozent für das Geschäftsjahr 2028.
- Der Chipkonzern erwirtschaftet einen freien Cashflow von 21 Milliarden Dollar pro Quartal und meldete im jüngsten Quartal einen Umsatz von 96,22 Milliarden Dollar (+105,85 Prozent), davon 89,02 Milliarden Dollar im Datacenter-Geschäft (+117 Prozent).
- Die verbleibende Autorisierung für Aktienrückkäufe beträgt laut SEC-Meldung zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 aktuell 99 Milliarden Dollar, nachdem Nvidia im Mai 2026 ein neues 80-Milliarden-Dollar-Programm angekündigt hatte.
- Cramer orientiert sich am Apple-Vorbild und begründet seinen Vorschlag mit dem Satz 'Right now, I believe there's no better investment for Nvidia than Nvidia', betonte aber, dass es sich um seine persönliche Meinung handelt.
CNBC-Moderator Jim Cramer forderte am 2. September 2026 in seiner Sendung "Mad Money" ein beispielloses Aktienrückkaufprogramm von Nvidia: 500 Milliarden Dollar, etwa zehn Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung des Chipkonzerns von 5,46 Billionen Dollar. Die Forderung orientiert sich am Vorbild Apple und würde das bestehende Rückkaufprogramm des Unternehmens verfünffachen.
Cramers Kernargument: Unterbewertung trotz Wachstum
Cramer bezeichnet die aktuelle Bewertung von Nvidia als "radikal unterbewertet". Der Chipkonzern wird mit einem Forward-Multiple von 23x auf Basis der Gewinnschätzung von 9,05 Dollar pro Aktie für das im Januar 2027 endende Geschäftsjahr gehandelt – eine Bewertung, die Cramer als "absurd" bezeichnete. Der Moderator betont: "Right now, I believe there's no better investment for Nvidia than Nvidia".
Die Bewertungslücke ergibt sich laut Cramer aus dem Kontrast zwischen Wachstum und Multiplikator: Für das Geschäftsjahr 2028 prognostiziert der Analyst ein Wachstum von etwa 70 Prozent. Nvidia wachse wie ein Startup, werde aber wie ein ausgereiftes Unternehmen bewertet. Das Trailing-Multiple liegt bei 44x, während das Forward-Multiple deutlich niedriger ausfällt.
Finanzielle Grundlage für einen Mega-Buyback
Nvidia erwirtschaftet derzeit einen freien Cashflow von 21 Milliarden Dollar pro Quartal – eine Basis, die theoretisch ein großangelegtes Rückkaufprogramm ermöglichen würde. Im jüngsten Quartal vor September 2026 meldete der Konzern einen Umsatz von 96,22 Milliarden Dollar, ein Plus von 105,85 Prozent im Jahresvergleich. Das Datacenter-Geschäft – Nvidias Wachstumstreiber im Bereich Künstliche Intelligenz – verzeichnete Erlöse von 89,02 Milliarden Dollar, ein Anstieg um 117 Prozent.
Die Non-GAAP-Bruttomarge liegt bei 75 Prozent, was auf eine hohe Profitabilität hinweist. Für das Oktober-Quartal stellte Nvidia einen Umsatz von 108 Milliarden Dollar in Aussicht (±2 Prozent). Die verbleibende Autorisierung für Aktienrückkäufe beträgt laut SEC-Meldung zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 aktuell 99 Milliarden Dollar.
Im Mai 2026 hatte Nvidia knapp 20 Milliarden Dollar für Rückkäufe verwendet und ein neues Programm über 80 Milliarden Dollar angekündigt, ergänzt um etwa 40 Milliarden Dollar aus dem vorherigen Programm. Cramers Forderung würde dieses Volumen um den Faktor fünf erhöhen.
Apple als Vorbild für aggressive Kapitalallokation
Cramer verweist auf Apple als Blaupause für seine Forderung. Der iPhone-Konzern hat über Jahre hinweg massive Aktienrückkäufe durchgeführt, um Kapital an Aktionäre zurückzugeben und die Bewertung zu stützen. Cramer fordert von Nvidia eine "aggressive tägliche Umsetzung" des Programms – ein ähnlich kontinuierlicher Ansatz wie bei Apple.
Ein Aktienrückkauf-Programm – englisch: Share Buyback – bezeichnet den Rückkauf eigener Aktien durch ein Unternehmen am offenen Markt. Dadurch verringert sich die Anzahl ausstehender Aktien, was den Gewinn pro Aktie erhöht und häufig als Signal für Unterbewertung durch das Management interpretiert wird.
Marktkontext und Wettbewerbssituation
Cramer sieht einen Widerspruch zwischen der Kursentwicklung seit Ende Oktober 2025 und der fundamentalen Geschäftslage. Die Preisentwicklung suggeriere, dass der Markt einen Nachfrageschock erwarte, obwohl Nvidia eine "beeindruckende Bestellpipeline" und hohe Profitabilität vorweise. Der Moderator interpretiert die Marktreaktion als Fehlbewertung.
Im Wettbewerbsumfeld entwickeln AMD und Broadcom Custom-Accelerators für Cloud-Hyperscaler, die nach Alternativen zu Nvidia suchen. Beide Konkurrenten haben jedoch die Software-Barriere von Nvidias CUDA-Plattform – einer Entwicklungsumgebung für Rechenintensive Anwendungen auf Grafikprozessoren – nicht überwunden. CUDA gilt als entscheidender Wettbewerbsvorteil und bindet Kunden langfristig an Nvidia-Hardware.
Disclaimer und regulatorische Hürden
Cramer betonte ausdrücklich, dass seine Forderung eine persönliche Meinung darstellt und nicht die Ansicht von CNBC wiedergibt. Nvidia hat kein Rückkaufprogramm über 500 Milliarden Dollar angekündigt. Ein solches Vorhaben würde die Genehmigung durch den Vorstand des Unternehmens erfordern und unterliegt komplexen kapitalmarktrechtlichen Vorgaben.
Die Debatte fällt in eine Phase, in der der Nasdaq Composite am 4. September 2026 um 0,29 Prozent auf 26.506,99 Punkte nachgab, während der S&P 500 um 0,42 Prozent auf 7.713,13 Punkte sank. Der DAX gewann 0,05 Prozent auf 26.048,5 Punkte.
Analystenstimmen: Kursziel 400 Dollar auch ohne Buyback
Mindestens ein Analyst erwartet laut Berichterstattung vom 2. September 2026 ein Kursziel von 400 Dollar für die Nvidia-Aktie – auch ohne ein massives Rückkaufprogramm. Die Einschätzung unterstreicht, dass die fundamentale Bewertungsdiskussion über Cramers Vorschlag hinausgeht und verschiedene Szenarien für die weitere Kursentwicklung bestehen.