
NFL-Deal bewertet Las Vegas Raiders mit über 11 Milliarden Dollar: Sport-Investments im Fokus
Von Redaktion aktie.com
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Die NFL genehmigte Ende März 2026 den Verkauf von 7% der Las Vegas Raiders zu einer Bewertung von über 11 Milliarden Dollar
Die National Football League hat Ende März 2026 den Verkauf von 7% der Las Vegas Raiders zu einer Bewertung von über 11 Milliarden Dollar genehmigt. Die Eigentümer stimmten der Transaktion beim jährlichen League Meeting zu. Damit steigt die Bewertung des Franchises deutlich: Im Vorjahr wurden die Raiders noch mit 6,7 Milliarden Dollar bewertet und belegten Platz 9 unter den wertvollsten NFL-Teams.
Warum Sport-Franchises für Investoren interessant werden
Der Deal zeigt einen klaren Trend: Sport-Franchises entwickeln sich zu einer eigenständigen Anlageklasse für institutionelle Investoren. Die NFL profitiert von steigenden Umsätzen, hohen Einschaltquoten und wachsenden Werbeeinnahmen. Ein zentraler Treiber sind Mediadeals in dreistelliger Milliardenhöhe: 2021 unterzeichnete die NFL verschiedene Medienverträge im Gesamtwert von etwa 110 Milliarden Dollar über 11 Jahre. Zum Vergleich: Die NBA schloss kürzlich einen 11-Jahres-Deal über 76 Milliarden Dollar mit Amazon, Disney und NBC Universal ab.
Diese Medieneinnahmen fließen direkt in die Bewertung der Teams. Die Raiders profitieren zusätzlich von ihrer Lage in Las Vegas, einem der attraktivsten Entertainment-Märkte der USA. Der Umzug von Oakland nach Nevada im Jahr 2020 erwies sich als Erfolg.
Allegiant Stadium als Investitions-Katalysator
Das Allegiant Stadium bildet das Fundament der gestiegenen Bewertung. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 1,8 Milliarden Dollar, davon 1,4 Milliarden für den reinen Stadionbau. Die Investition zahlt sich aus: 2025 zogen Events im Stadium rund 1,7 Millionen Besucher an – ein Anstieg gegenüber 1,4 Millionen im Jahr 2024. Diese Zahlen entsprechen dem Niveau von 2022, als ebenfalls 1,7 Millionen Fans kamen.
Das Stadium bietet Annehmlichkeiten, die zu den modernsten der Liga zählen. Neben NFL-Spielen dient die Arena für Konzerte, Messen und andere Großveranstaltungen. Diese Mehrfachnutzung stabilisiert die Einnahmen unabhängig von der sportlichen Leistung des Teams.
Wie Privatanleger indirekt partizipieren können
Direktinvestitionen in NFL-Teams bleiben einem kleinen Kreis vermögender Investoren vorbehalten. Die Liga reguliert Eigentümerstrukturen streng. Privatanleger können jedoch indirekt vom Milliardengeschäft American Football profitieren:
- Medienunternehmen: Sender und Streaming-Dienste mit NFL-Rechten wie Disney (ESPN), Amazon oder NBC Universal (Comcast) partizipieren an den Einschaltquoten
- Sportartikel-Hersteller: Lizenzpartner der NFL wie Nike profitieren von Merchandising-Umsätzen
- Werbewirtschaft: Agenturen und Plattformen verdienen an den steigenden Werbeeinnahmen rund um Übertragungen
- Immobilien und Hospitality: Unternehmen im Umfeld von Stadien und Event-Locations in Städten wie Las Vegas
Diese börsennotierten Unternehmen bieten einen Zugang zur Wertschöpfungskette des professionellen Sports, ohne direkt in Teams investieren zu müssen. Die Korrelation ist allerdings begrenzt: Die Geschäftsmodelle dieser Firmen hängen von vielen Faktoren ab, nicht nur vom American Football.
Bewertungsdynamik bei NFL-Franchises
Die Raiders-Transaktion reiht sich ein in eine Serie steigender Bewertungen über alle Profi-Ligen hinweg. Mehrere Faktoren treiben diese Entwicklung:
- Begrenzte Verfügbarkeit: Es gibt nur 32 NFL-Teams, das Angebot lässt sich nicht beliebig ausweiten
- Stabile Cashflows: Revenue-Sharing-Modelle der Liga sorgen für planbare Einnahmen unabhängig vom sportlichen Erfolg
- Steuervorteile: Abschreibungsmöglichkeiten bei Franchise-Käufen senken die Steuerlast
- Prestige-Faktor: Eigentümerschaft bietet Zugang zu exklusiven Netzwerken
- Internationales Wachstum: Die NFL expandiert gezielt nach Europa und in andere Märkte
Die Raiders lagen mit ihrer Bewertung von 6,7 Milliarden Dollar im Vorjahr auf Platz 9 der wertvollsten NFL-Teams – bei einer Steigerung von bereits 18 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Die aktuelle Transaktion beschleunigt diesen Trend weiter.
Risiken und Grenzen von Sport-Investments
Trotz der positiven Entwicklung bleiben Risiken: Einschaltquoten können bei verändertem Konsumverhalten sinken, Skandale das Image beschädigen, und die hohen Bewertungen lassen wenig Spielraum für Enttäuschungen. Medienlandschaften verändern sich schnell – was heute sichere Einnahmen bringt, kann in zehn Jahren anders aussehen.
Für Privatanleger im DACH-Raum kommt die Währungskomponente hinzu: Alle NFL-bezogenen Investments erfolgen in US-Dollar, Wechselkursschwankungen beeinflussen die Rendite in Euro oder Schweizer Franken. Direkte Beteiligungen an US-Sport-Franchises unterliegen zudem komplexen steuerlichen Regelungen auf beiden Seiten des Atlantiks.
Die Raiders-Transaktion zeigt dennoch: Sport-Franchises etablieren sich als langfristige Vermögenswerte mit eigenständiger Bewertungslogik. Ob diese Entwicklung anhält, hängt davon ab, ob die Liga ihre Attraktivität für Zuschauer und Werbepartner halten kann.