
Invesco-Monopol gebrochen: BlackRock und State Street starten günstigere Nasdaq-100-ETFs
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Im April 2026 reichten BlackRock und State Street Pläne bei der US-Börsenaufsicht ein, um konkurrierende Nasdaq-100-ETFs zu starten, die im Sommer 2026 mit jeweils 0,10 Prozent Gesamtkostenquote auf den Markt kamen.
- Der etablierte Invesco QQQ Trust verlangt 0,18 Prozent Gesamtkostenquote pro Jahr, bei einer Anlage von 100.000 US-Dollar entstehen durch die Wahl des QQQ gegenüber den neuen Fonds jährliche Mehrkosten von 80 US-Dollar.
- Der Invesco Nasdaq-100 ETF QQQM wird von Fachleuten als strukturell überlegen für 99 Prozent der Investoren beschrieben, da er als moderne Open-End-ETF-Struktur aufgelegt ist, während QQQ ein Unit Investment Trust ist.
- Die sogenannten Magnificent Seven machen fast 40 Prozent der Indexperformance aus und erhöhen damit das Klumpenrisiko für Anleger.
- Für Privatanleger mit Buy-and-Hold-Strategie spielt das höhere Handelsvolumen des QQQ kaum eine Rolle, für langfristig orientierte Anleger bleibt die niedrigere laufende Kostenquote der entscheidende Faktor.
Privatanleger in Nasdaq-100-ETFs zahlen durch die Wahl des falschen Fonds jährlich hunderte Millionen US-Dollar zu viel an Gebühren, obwohl günstigere Alternativen denselben Index abbilden. Der populäre Invesco QQQ Trust (QQQ) verlangt 0,18 Prozent Gesamtkostenquote pro Jahr, während die im April 2026 gestarteten Konkurrenzprodukte von BlackRock und State Street mit jeweils 0,10 Prozent nur etwas mehr als die Hälfte kosten.
Gebührenunterschiede erreichen 80 US-Dollar pro Jahr
Bei einer Anlage von 100.000 US-Dollar entstehen durch die Wahl des etablierten QQQ gegenüber den neuen Fonds von BlackRock (IQQ) oder State Street (QNDX) jährliche Mehrkosten von 80 US-Dollar. Auch der 2020 von Invesco selbst eingeführte QQQM mit 0,15 Prozent Gebühr ist günstiger als QQQ und spart Anlegern 30 US-Dollar pro 100.000 US-Dollar investiertem Kapital.
Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) gibt an, welcher Anteil des verwalteten Vermögens jährlich für Verwaltung und Betrieb des Fonds anfällt. Bei Nasdaq-100-ETFs liegt die TER zwischen 0,10 Prozent und 0,30 Prozent. Der Unterschied erscheint auf den ersten Blick gering, summiert sich über längere Zeiträume und große Volumina aber zu erheblichen Beträgen.
BlackRock und State Street brechen Invescos Monopol
Im April 2026 reichten BlackRock und State Street Pläne bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission ein, um konkurrierende Nasdaq-100-ETFs zu starten. Mitte 2026 kamen die Produkte IQQ (BlackRock) und QNDX (State Street) mit der Gebühr von jeweils 0,10 Prozent auf den Markt. Damit endete Invescos faktische Alleinstellung auf dem Markt für Nasdaq-100-Indexfonds, die jahrzehntelang Bestand hatte.
Marktbeobachter sprechen von einem „Gebührenkrieg", der voraussichtlich alle Kostenquoten bis Jahresende weiter senken wird. Für Anleger bedeutet das: Wer heute noch im teuren QQQ investiert bleibt, verzichtet auf Kostenvorteile, die sich über die empfohlene Mindesthaltedauer von 10 bis 15 Jahren zu vierstelligen Beträgen addieren können.
QQQM: Strukturell überlegen für Privatanleger
Der Invesco Nasdaq-100 ETF (QQQM) wird von Fachleuten als strukturell überlegen für 99 Prozent der Investoren beschrieben. Anders als QQQ, der als Unit Investment Trust (UIT) aufgelegt ist, besitzt QQQM eine moderne Open-End-ETF-Struktur. Diese erlaubt eine effizientere Wiederanlage von Dividenden und das Verleihen von Wertpapieren zur Erzielung zusätzlicher Erträge, was bei UITs nicht möglich ist.
Beide Fonds bilden den identischen Nasdaq-100-Index ab, der 100 der größten nichtfinanziellen US-Unternehmen mit Schwerpunkt auf Technologie, Internet, E-Commerce und Biotechnologie umfasst. Zu den Schwergewichten zählen Apple, Amazon, Alphabet und Meta. Der Index erzielte eine Wertentwicklung in Euro von 23,64 Prozent im Jahr 2026 per 30. September 2026.
Liquidität als einziger Vorteil des teuren QQQ
Der seit 1999 verfügbare QQQ bietet ein deutlich höheres Handelsvolumen als QQQM oder die neuen Konkurrenzprodukte. Das ist vor allem für institutionelle Investoren relevant, die große Positionen schnell und ohne Marktauswirkungen handeln müssen. Für Privatanleger mit Buy-and-Hold-Strategie spielt dieser Faktor kaum eine Rolle.
Die neuen ETFs von BlackRock und State Street weisen laut Branchenbeobachtern breitere Geld-Brief-Spannen auf – also eine größere Differenz zwischen An- und Verkaufskursen. Das kann bei häufigem Handel die Gebührenersparnis schmälern. Für langfristig orientierte Anleger, die seltener handeln, bleibt die niedrigere laufende Kostenquote der entscheidende Faktor.
Steuerliche Konsequenzen beim Fondswechsel beachten
Anleger, die aus QQQ in einen günstigeren Nasdaq-100-ETF wechseln wollen, müssen steuerliche Folgen einkalkulieren. Der Verkauf von QQQ löst Kapitalertragsteuer auf realisierte Kursgewinne aus. In Deutschland unterliegen Gewinne aus Wertpapierverkäufen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Ob ein Wechsel trotz Steuerlast lohnt, hängt von der individuellen Situation ab: Höhe der nicht realisierten Gewinne, verbleibender Anlagehorizont und verfügbarer Sparerpauschbetrag spielen eine Rolle. Bei Neuinvestitionen oder im Rahmen von Sparplänen spricht hingegen nichts gegen die Wahl der günstigeren Variante.
Konzentration in sieben Aktien erhöht Risiko
Trotz 100 Positionen konzentriert sich der Nasdaq-100-Index stark auf wenige Aktien. Die sogenannten „Magnificent Seven" – eine Gruppe führender Technologiekonzerne – machen fast 40 Prozent der Indexperformance aus. Diese Konzentration erhöht das Klumpenrisiko: Verluste einzelner Schwergewichte können die Gesamtperformance deutlich belasten.
Als Alternative gewinnen gleichgewichtete Fonds wie QQQE an Bedeutung. Sie verteilen das Gewicht auf alle 100 Indexmitglieder gleichmäßig und reduzieren so die Abhängigkeit von wenigen Großkonzernen. Der Nachteil: In Bullenmärkten partizipieren gleichgewichtete Fonds weniger stark an den überproportionalen Kursgewinnen der Indexschwergewichte.
Hohe Volatilität erfordert langen Anlagehorizont
Nasdaq-100-ETFs gelten als geeignet für erfahrene Anleger, die gezielt auf US-Wachstumswerte setzen möchten. Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren wird empfohlen, um die höhere Volatilität über Marktzyklen auszugleichen. In Bullenmärkten entwickeln sich Nasdaq-100-Fonds oft deutlich besser als breitere Weltindizes. In Korrekturen fallen sie jedoch tiefer, da Wachstums- und Technologiewerte empfindlicher auf Zinsänderungen und Konjunktursorgen reagieren.
Der QQQ erzielte über seine 40-jährige Geschichte eine kumulative Rendite von etwa 20.000 Prozent, was einem Durchschnitt von 14,2 Prozent pro Jahr entspricht. Diese langfristige Performance relativiert die Bedeutung von Gebührenunterschieden – macht sie aber nicht irrelevant. Über Jahrzehnte können selbst Zehntel-Prozentpunkte die Nettorendite spürbar schmälern.
Fazit: Neue Konkurrenz zwingt zur Überprüfung der Fondswahl
Die Markteintritte von BlackRock und State Street haben den Markt für Nasdaq-100-ETFs fundamental verändert. Anleger sollten ihre Positionen überprüfen: Wer langfristig investiert und nicht auf höchste Handelsliquidität angewiesen ist, findet in QQQM, IQQ oder QNDX kostengünstigere Alternativen zum etablierten QQQ. Bei Neuinvestitionen ist die Wahl eines der günstigeren Produkte aus Kostensicht klar vorzuziehen, sofern keine individuellen Gründe dagegensprechen.
Quellen
- Nasdaq 100-ETFs: Welcher ist der beste?
- 10 Best Nasdaq ETFs to Buy in 2026
- QQQ vs. QQQM — Which Nasdaq-100 ETF Is the Better Buy for 2026? - TipRanks.com
- Cheaper Nasdaq-100 ETFs Arrived, But QQQM Still Wins for Most Retail Investors
- Why Buy-and-Hold Investors Are Switching From QQQ to This Lower-Fee Alternative - 24/7 Wall St.
- Investors Will Soon Have Two New Alternatives to Invesco QQQ | The Motley Fool
- Best Nasdaq ETFs for 2026 and How to Invest | The Motley Fool
- Die 5 besten ETFs 2026