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KI-Infrastruktur-Boom: Cloud-Ausgaben für KI erreichen 42 Mrd. Dollar bis Ende 2026
Aktien19. August 2026· 4 Min. Lesezeit

KI-Infrastruktur-Boom: Cloud-Ausgaben für KI erreichen 42 Mrd. Dollar bis Ende 2026

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Amazon Web Services meldete am 5. August 2026 für das zweite Quartal einen Umsatz von 42,2 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht und die Analystenschätzungen von durchschnittlich etwa 40,5 Milliarden Dollar übertraf.
  • Amazon erhöhte am 31. Juli 2026 seine Prognose für Kapitalausgaben im laufenden Jahr von 200 auf 220 Milliarden US-Dollar, während Microsoft für 2026 ebenfalls rund 200 Milliarden US-Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur investiert, zusammen etwa 400 Milliarden Dollar.
  • Die vier größten US-Tech-Konzerne Amazon, Microsoft, Google/Alphabet und Meta planen für 2026 Gesamtinvestitionen zwischen 725 und 745 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur.
  • Konzernchef Andy Jassy erwartet, dass AWS mit der Zeit die Billionen-Dollar-Marke beim jährlichen Umsatz überschreiten könne und zeichne sich bereits für 2028 eine bemerkenswerte Nachfrage ab.
  • Microsoft demonstriert mit Azure ein Wachstum von 43 Prozent bei stabilen Margen, während Amazon an der Börse bei etwa 27x erwartetem Gewinn notiert und Microsoft mit etwa 23x erwartetem Gewinn günstiger bewertet ist, Stand 27. Juli 2026.
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AWS übertrifft Erwartungen mit 42,2 Milliarden Dollar Quartalsumsatz

Amazon Web Services meldete am 5. August 2026 für das zweite Quartal einen Umsatz von 42,2 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und übertraf die Analystenschätzungen, die durchschnittlich bei etwa 40,5 Milliarden Dollar gelegen hatten. AWS ist weltweit der größte Anbieter von Cloud-Rechenleistung und profitiert direkt vom anhaltenden KI-Boom.

Konzernchef Andy Jassy äußerte sich optimistisch über die langfristigen Perspektiven: Er erwartet, dass AWS mit der Zeit die Billionen-Dollar-Marke beim jährlichen Umsatz überschreiten könne. Zudem zeichne sich bereits für 2028 eine „bemerkenswerte" Nachfrage ab, so Jassy gegenüber Analysten am 5. August 2026.

Amazons Gesamtkonzern erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 200,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 20 Prozent. Der Nettogewinn sprang von 18,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf knapp 62,65 Milliarden Dollar. Diese außergewöhnlich hohe Zahl enthält allerdings Buchgewinne durch die Neubewertung der Beteiligung an der KI-Firma Anthropic in Höhe von 53,4 Milliarden Dollar vor Steuern.

400 Milliarden Dollar Investitionen von Amazon und Microsoft in Cloud-Infrastruktur

Die Kapitalausgaben der Cloud-Anbieter erreichen 2026 beispiellose Dimensionen. Amazon erhöhte am 31. Juli 2026 seine Prognose für Kapitalausgaben im laufenden Jahr von 200 auf 220 Milliarden US-Dollar – umgerechnet rund 191 Milliarden Euro. Diese Anhebung reflektiert unter anderem stark gestiegene Speicherchip-Preise, die den Ausbau der KI-Infrastruktur verteuern.

Microsoft plant für 2026 ebenfalls Ausgaben in ähnlicher Größenordnung: rund 200 Milliarden US-Dollar fließen in Cloud- und KI-Infrastruktur. Zusammen investieren Amazon und Microsoft somit etwa 400 Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer Rechenzentren im laufenden Jahr.

Andy Jassy begründete die hohen Ausgaben mit dem langfristigen Charakter der Investitionen: Amazon baut derzeit Rechenzentren von Grund auf neu auf. Diese Gebäude würden nach Fertigstellung mehr als 30 Jahre halten, während die Computertechnik nur alle fünf bis sechs Jahre erneuert werden müsse. Trotz der massiven Investitionen werde man selbst damit nicht genug Kapazitäten haben, um die Kundennachfrage nach Rechenleistung zu erfüllen – eine Situation, die sich voraussichtlich auch 2027 nicht ändern werde, so Jassy am 5. August 2026.

Tech-Giganten investieren bis zu 745 Milliarden Dollar in KI

Die vier größten US-Tech-Konzerne – Amazon, Microsoft, Google/Alphabet und Meta – planen für 2026 Gesamtinvestitionen zwischen 725 und 745 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Meta erhöhte im Juni 2026 seine Spanne der geplanten Kapitalinvestitionen um zehn Milliarden auf 125 bis 145 Milliarden Dollar. Alphabet hob seine Kapitalausgabenspanne um fünf Milliarden auf 180 bis 190 Milliarden Dollar an.

Die Konzernchefs betonten die strategische Bedeutung dieser Investitionen. Andy Jassy sprach von „einer Gelegenheit, wie es sie nur einmal im Leben gibt" und betonte, dass durch KI „jede Anwendung, die wir kennen, neu erfunden" werde. Diese Aussagen fielen im Kontext der Quartalszahlen im Juni 2026.

Wettbewerb zwischen Amazon und Microsoft intensiviert sich

Der Wettbewerb zwischen Amazon und Microsoft im Cloud-Computing hat sich unter dem Druck des KI-Booms auf ein beispielloses Niveau intensiviert. Beide Konzerne arbeiten mit großen KI-Modell-Entwicklern zusammen und schaffen ein Netzwerk von wechselnden Allianzen.

Microsoft demonstriert mit Azure ein Wachstum von 43 Prozent bei stabilen Margen. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich KI-Investitionen produktiv auszahlen. AWS bleibt mit 37 Prozent Wachstum ebenfalls auf solidem Kurs, wobei der absolute Umsatz von AWS mit 42,2 Milliarden Dollar im Quartal weiterhin die Marktführerschaft unterstreicht.

An der Börse spiegelt sich die unterschiedliche Bewertung wider: Amazon notiert bei etwa 27x erwartetem Gewinn, während Microsoft mit etwa 23x erwartetem Gewinn günstiger bewertet ist (Stand: 27. Juli 2026). Im Jahresverlauf bis Ende Juli fiel Microsofts Aktie um 19 Prozent, während Amazon relativ flach bis plus 2,5 Prozent zulegte.

Investoren fordern Nachweise für Rendite der KI-Investitionen

Die massive Kapitalallokation wird von Investoren kritisch beobachtet. Luke Rahbari, CEO von Equity Armor Investments, charakterisierte die Situation am 27. Juli 2026 als „kompetitiven Blutkrieg". Investoren fordern Nachweise dafür, dass die enormen Summen sich innerhalb der nächsten Jahre als massive Renditen auszahlen.

Die Marktreaktion auf die Quartalszahlen fiel gemischt aus: Amazon-Aktien stiegen im nachbörslichen Handel nach den Q2-Zahlen vom 5. August zeitweise um zehn Prozent. Meta-Aktien sanken dagegen im Juni um acht Prozent, obwohl das Unternehmen starke Quartalszahlen mit 26,8 Milliarden Dollar Gewinn und 56,3 Milliarden Dollar Umsatz meldete. Alphabet-Aktien legten um rund sieben Prozent zu, obwohl das Unternehmen seine Kapitalausgabenspanne erhöhte.

Die unterschiedlichen Kursreaktionen zeigen, dass Anleger nicht nur auf absolute Wachstumszahlen achten, sondern die Effizienz der Kapitalallokation und die Geschwindigkeit der Monetarisierung von KI-Investitionen genau prüfen. In einem Marktumfeld, in dem der NASDAQ Composite am 19. August 2026 um 1,33 Prozent nachgab, bleibt die Stimmung gegenüber Tech-Titeln volatil.

Quellen

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