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JEPQ-ETF mit 10,9% Rendite: Lohnt sich der Covered-Call-ETF auf Nasdaq-Aktien?
ETFs26. August 2026· 4 Min. Lesezeit

JEPQ-ETF mit 10,9% Rendite: Lohnt sich der Covered-Call-ETF auf Nasdaq-Aktien?

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Der JEPQ-ETF verwaltet ein Vermögen von 39,88 Milliarden US-Dollar (Stand: August 2026) und erzielt eine Rendite zwischen 10,58% und 12% durch Covered-Call-Optionen auf Nasdaq-100-Aktien
  • Die Strategie generiert monatliche Ausschüttungen von 80 bis 120 Basispunkten seit dem Start im Mai 2022, wobei höhere Volatilität zu höheren Optionsprämien führt
  • Das Beta von 0,80 zeigt, dass JEPQ um 20% weniger volatil als der Gesamtmarkt reagiert, während das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 30,15 die Tech-Lastigkeit widerspiegelt
  • Investoren tragen neben dem allgemeinen Aktienmarktrisiko auch spezifische Risiken durch Equity-Linked Notes (ELNs), die zu Liquiditätsproblemen und im Extremfall zum Totalverlust führen können
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Funktionsweise der JEPQ-Covered-Call-Strategie

Der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income ETF (JEPQ) bildet den Nasdaq-100 Index ab, der 100 der größten nicht-finanziellen Unternehmen aus den Bereichen Computer-Hardware und -Software, Telekommunikation, Handel und Biotechnologie umfasst. Die Besonderheit liegt in der Covered-Call-Strategie: Der Fonds verkauft Call-Optionen auf die gehaltenen Aktien und generiert dadurch zusätzliche Einnahmen.

Eine klassische Covered-Call-Position besteht aus 100 Aktien und einer verkauften Call-Option. Laut Analysen liegt die erwartete Rendite solcher Transaktionen bei 0,99% bis zum Verfallsdatum, was auf Jahresbasis etwa 5,44% allein durch Optionsprämien entspricht. Bei JEPQ fällt diese Prämie aufgrund der höheren Volatilität der Nasdaq-100-Titel tendenziell höher aus als bei vergleichbaren Strategien auf den S&P 500.

Rendite und Ausschüttungen im Detail

Die aktuelle Rendite des JEPQ bewegt sich zwischen 10,58% und 12%, abhängig vom Betrachtungszeitpunkt. Im Dezember 2025 lag sie im Bereich von 11% bis 12%, während im April 2026 10,58% verzeichnet wurden. Die Gesamtrendite seit Jahresbeginn 2026 beträgt 10,25%.

Seit dem Start im Mai 2022 zahlt der Fonds monatlich zwischen 80 und 120 Basispunkten aus. Diese Schwankungsbreite erklärt sich durch die Marktbedingungen: Phasen erhöhter Volatilität und höherer Zinssätze führen zu höheren Optionsprämien und damit zu höheren Ausschüttungen. Der Nasdaq Composite notiert am 26. August 2026 bei 25.980,19 Punkten, ein Minus von 0,76% gegenüber dem Vortag.

Portfoliokennzahlen und Vermögenswerte

Mit einem verwalteten Vermögen von 39,88 Milliarden US-Dollar gehört JEPQ zu den größeren ETFs im Covered-Call-Segment. Der Nettoinventarwert (NAV) liegt bei 59,82 US-Dollar je Anteil. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen beträgt 6,92 Millionen Anteile, was ausreichend Liquidität für die meisten Anleger bietet.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 30,15 reflektiert die Bewertung der zugrundeliegenden Nasdaq-100-Unternehmen, die mehrheitlich aus dem wachstumsorientierten Technologiesektor stammen. Das Beta von 0,80 signalisiert, dass der Fonds um etwa 20% weniger volatil als der Gesamtmarkt reagiert – ein Effekt der Covered-Call-Strategie, die Kursschwankungen dämpft.

Risiken der Strategie: Mehr als nur Aktienmarktrisiko

Neben dem allgemeinen Aktienmarktrisiko – Kurse können durch unternehmensindividuelle Faktoren oder wirtschaftspolitische Entwicklungen schwanken – birgt JEPQ spezifische Risiken durch den Einsatz von Equity-Linked Notes (ELNs). ELNs sind strukturierte Produkte, die an die Wertentwicklung zugrundeliegender Aktien gekoppelt sind.

Diese Instrumente können schwer zu bewerten und zu verkaufen sein, was zu Liquiditätsproblemen führt. Zudem tragen Anleger das Kredit- und Kontrahentenrisiko der ausgebenden Institutionen. Bewegen sich die zugrundeliegenden Werte unerwartet, kann dies zu erheblichen Verlusten bis hin zum Totalverlust führen. Die beabsichtigten Vorteile der ELN-Investitionen sind nicht garantiert.

Ein weiterer Punkt: JEPQ verwendet unterschiedliche Benchmarks. Die regulatorische Benchmark ist der S&P 500 Index (für Prospekt und Anlegerberichte), während die Performance-Benchmark der Nasdaq-100 Index ist. Diese Diskrepanz kann die Vergleichbarkeit mit anderen Produkten erschweren.

Vergleich mit anderen Covered-Call-ETFs

JEPQ liefert aufgrund der höheren Volatilität der Nasdaq-100-Titel tendenziell höhere Ausschüttungen als vergleichbare Produkte mit S&P 500-Fokus. Im April 2026 wurde die höhere Rendite von 10,58% im Vergleich zu Wettbewerbern hervorgehoben, die nur 20% bis 30% ihrer Bestände mit Covered Calls absichern.

Allerdings begrenzt die Strategie auch das Aufwärtspotenzial: Steigen die Aktienkurse stark, partizipiert der Fonds nur bis zum Strike-Preis der verkauften Call-Optionen. In Seitwärts- oder leicht steigenden Märkten kann die Strategie überzeugen, in ausgeprägten Bullenmärkten bleibt sie hinter einer reinen Buy-and-Hold-Strategie zurück.

Für wen eignet sich JEPQ?

Der ETF richtet sich an Anleger, die regelmäßige Einnahmen aus ihrem Portfolio anstreben und bereit sind, dafür auf einen Teil des Kurspotenzials zu verzichten. Die monatlichen Ausschüttungen zwischen 80 und 120 Basispunkten liefern einen planbaren Cashflow, der gerade in Niedrigzinsumgebungen attraktiv erscheinen kann.

Weniger geeignet ist JEPQ für Anleger, die primär auf Kapitalwachstum setzen oder die volle Partizipation an Tech-Rallys suchen. Die Covered-Call-Struktur deckelt Gewinne nach oben, während Verluste nach unten nur durch die vereinnahmten Prämien abgefedert werden. Zudem sollten die Komplexität und Risiken der eingesetzten Derivate – insbesondere der ELNs – verstanden sein.

Die Kombination aus Nasdaq-100-Engagement und Covered-Call-Strategie macht JEPQ zu einem spezialisierten Produkt, das sich von klassischen Index-ETFs deutlich unterscheidet. Wer die Strategie und ihre Limitierungen versteht, erhält ein Instrument zur Einkommensgenerierung mit gedämpfter Volatilität. Anleger sollten vor einer Investition den Prospekt prüfen und die Eignung für ihre individuelle Situation abwägen.

Quellen

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