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Fed-Zinserhöhung nächste Woche erwartet: Welche Sektoren jetzt absichern?
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Fed-Zinserhöhung nächste Woche erwartet: Welche Sektoren jetzt absichern?

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Die Federal Reserve trifft am 16. bis 17. September 2026 ihre Zinsentscheidung, wobei Marktbeobachter die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 25 Basispunkte auf rund 60 Prozent taxieren.
  • Die Inflation lag im Juli 2026 bei 3,4 Prozent im Jahresvergleich und damit deutlich über dem Fed-Ziel von 2 Prozent, während die Kerninflation 2,5 Prozent betrug.
  • Fed-Vertreter Warsh äusserte am 5. September 2026 Besorgnis, dass die Inflation breit über alle Konsumkategorien verteilt bleibt und nicht auf einzelne Bereiche konzentriert ist.
  • Technologieaktien und Immobilienwerte gelten als besonders zinssensibel, während Finanzwerte wie Banken typischerweise von steigenden Zinsen durch höhere Zinsmargen profitieren.
  • Bloomberg wies darauf hin, dass Zinsanpassungen bei angebotsbedingten Inflationsschocks wie gestiegenen Energiekosten nur begrenzt wirken, da sie primär die Nachfrageseite beeinflussen.
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Die US-Notenbank Federal Reserve trifft am 16. bis 17. September 2026 ihre nächste Zinsentscheidung. Marktbeobachter taxieren die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 25 Basispunkte auf rund 60 Prozent, nachdem die Arbeitsmarktdaten im August 162.000 neu geschaffene Stellen zeigten.

Die Zinssitzung findet nur wenige Tage nach der Veröffentlichung der August-Inflationsdaten statt. Am 11. September publiziert das US-Arbeitsministerium den Verbraucherpreisindex (CPI) für August. Laut einer Prognose von Natixis vom 9. September dürfte die Kerninflation um 0,2 Prozent und die Gesamtinflation um 0,4 Prozent im Monatsvergleich gestiegen sein.

Inflationsdaten bleiben über Fed-Ziel

Im Juli 2026 stieg der Verbraucherpreisindex im Monatsvergleich um 0,1 Prozent, die Jahresrate lag bei 3,4 Prozent. Die Kerninflation, die volatile Energie- und Nahrungsmittelpreise ausklammert, betrug 2,5 Prozent. Damit bleibt die Teuerung weiterhin über dem Fed-Ziel von 2 Prozent.

Fed-Vertreter Warsh äusserte am 5. September öffentlich Besorgnis darüber, dass die Inflation breit über alle Konsumkategorien verteilt bleibt. Energiekosten bleiben ein hartnäckiger Inflationstreiber, wobei angebotsbedingte Schocks im Zusammenhang mit Iran als ein Faktor genannt werden.

Markterwartungen trotz kühlerer Daten

Trotz der im Juli leicht abgekühlten Inflationszahlen gehen Analysten mehrheitlich von einer Zinserhöhung aus. Forbes schrieb am 12. August, die Federal Reserve werde voraussichtlich im September die Zinsen anheben, obwohl der CPI kühler ausgefallen sei. Fed-Vertreter hätten signalisiert, dass sie bereit seien, die Zinsen anzuheben, falls sich die Inflation nicht bald verbessere.

Eine abweichende Einschätzung findet sich bei einzelnen Beobachtern, die argumentieren: "Daten seit dieser Zeit zeigten kühlere Inflation und schwächere Einstellungen. Es wird keinen Konsens für eine Zinserhöhung im September geben. Unsere Erwartung kühlerer Inflationsdaten macht Zinserhöhungen dieses Jahr unwahrscheinlich." Diese Position stammt vom 2. September und steht im Widerspruch zur Mehrheitsmeinung.

Welche Sektoren reagieren sensibel auf Zinserhöhungen?

Zinserhöhungen wirken unterschiedlich auf einzelne Wirtschaftssektoren. Finanzwerte wie Banken profitieren häufig von steigenden Zinsen, da sich ihre Zinsmargen ausweiten. Im Gegensatz dazu stehen zinssensitive Sektoren unter Druck.

Technologieaktien reagieren traditionell empfindlich auf steigende Zinsen, da ihre Bewertungen auf zukünftigen Cashflows basieren, die bei höheren Zinsen geringer diskontiert werden. Der NASDAQ Composite schloss am 10. September bei 26.081,72 Punkten, ein Minus von 0,65 Prozent. Immobilienunternehmen und Real Estate Investment Trusts (REITs) leiden unter höheren Finanzierungskosten für Neubauten und Käufe.

Versorger und Infrastrukturunternehmen mit hohem Fremdkapitalanteil sehen sich ebenfalls steigenden Refinanzierungskosten gegenüber. Der S&P 500 gab am 10. September um 0,57 Prozent auf 7.595,03 Punkte nach, der DAX verlor am gleichen Tag 0,76 Prozent auf 25.325 Punkte.

Grenzen der Geldpolitik bei Angebotsschocks

Bloomberg wies am 10. September darauf hin, dass Zinsanpassungen als primäres Instrument der Fed möglicherweise nicht ausreichen, um bestimmte Inflationskräfte einzudämmen. Angebotsbedingte Schocks wie gestiegene Energiekosten lassen sich durch Zinserhöhungen nur begrenzt beeinflussen, da diese primär die Nachfrageseite der Wirtschaft bremsen.

Die Cleveland Federal Reserve nutzt ein Nowcasting-Modell zur Inflationsprognose, das sich auf neu veröffentlichte CPI- und PCE-Preisindexdaten stützt. Die Prognosen ändern sich nur dann, wenn tatsächliche Daten von den Erwartungen abweichen.

Zeitplan für die kommende Woche

Die Veröffentlichung der August-Inflationsdaten am 11. September bildet die letzte wichtige Datengrundlage vor der Fed-Sitzung. Die Zinsentscheidung erfolgt am 16. oder 17. September. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte würde die Geldpolitik weiter straffen und den Refinanzierungsdruck auf Unternehmen und Konsumenten erhöhen.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum bedeutet eine straffere US-Geldpolitik häufig auch Auswirkungen auf europäische Märkte, da sich Kapitalströme verschieben und der Dollar gegenüber dem Euro tendenziell aufwertet.

Quellen

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