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Faltbares iPhone als Wachstumstreiber 2027: Warum Apple ein neues Produktsegment braucht
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Faltbares iPhone als Wachstumstreiber 2027: Warum Apple ein neues Produktsegment braucht

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Rothschild & Co. stufte Apple am 17. August 2026 von 'Neutral' auf 'Buy' hoch und erhöhte das Kursziel von 260 USD auf 400 USD
  • Analyst Timm Schulze-Melander prognostiziert 14 Millionen Verkäufe des iPhone Ultra Foldable im Geschäftsjahr 2027 und eine Erhöhung der durchschnittlichen iPhone-Verkaufspreise um 11% bis Juni 2027
  • Counterpoint Research erwartet im Juli 2026 einen Marktanteil von 25% im Foldable-Phone-Markt im ersten Jahr nach Markteinführung
  • Analyst Ming-Chi Kuo warnte im Juli 2026 vor Lieferengpässen: nur 500.000 bis 1 Million Einheiten könnten im dritten Quartal ausgeliefert werden
  • Die übermäßige Konzentration auf iPhone-Verkäufe und steigende Speicherpreise durch geopolitische Beschränkungen erhöhen laut Analyse vom 6. Juni 2026 das Margenrisiko
  • Apple verzeichnete im Jahr 2026 einen Kursanstieg von 13%, musste aber zuletzt einen Rückgang von 8% hinnehmen
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Analystenhochstufung sieht unterbewertes Potenzial

Rothschild & Co. Analyst Timm Schulze-Melander stufte Apple am 17. August 2026 von "Neutral" auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 260 USD auf 400 USD. Die Begründung: Der Markt unterschätze die Stärke in Apples Produktroadmap und den Eintritt in das Segment der faltbaren Smartphones. Das geplante iPhone Ultra Foldable positioniert Apple im ultra-premium Segment, das der Markenpositionierung des Konzerns entspricht.

Schulze-Melander prognostiziert für das Geschäftsjahr 2027 den Verkauf von 14 Millionen iPhone Ultra Foldable-Einheiten. Diese Verkaufszahlen sollen die durchschnittlichen iPhone-Verkaufspreise (Average Selling Price, ASP) um 11% bis Juni 2027 steigern. Der Kannibaliserungseffekt auf traditionelle iPhone-Modelle falle mit nur 2% gering aus, so der Analyst.

Counterpoint Research teilte im Juli 2026 eine ähnlich optimistische Einschätzung. Das Marktforschungsunternehmen prognostiziert für Apple einen Marktanteil von 25% im Foldable-Phone-Markt im ersten Jahr nach Markteinführung. Morgan Stanley bestätigte im März 2026 sein Overweight-Rating mit einem Kursziel von 315 USD. Analyst Erik Woodring sieht iPhone-Umsätze 3% über dem Konsens für 2026 und 4% höher für 2027.

Warum Apple ein neues Produktsegment braucht

Eine Analyse vom 6. Juni 2026 identifiziert mehrere strukturelle Risiken, die Apples Abhängigkeit vom klassischen iPhone-Geschäft unterstreichen. Die übermäßige Konzentration auf iPhone-Verkäufe begrenzt die Umsatzdiversifikation und erhöht die Anfälligkeit gegenüber Smartphone-Marktschwächen. Neue Hardware und KI-Wearables zeigen keine überzeugende Traktion als kurzfristige Umsatzdiversifikationsmechanismen.

Steigende Speicherpreise und geopolitische Beschränkungen – insbesondere US-Widerstand gegen chinesische Speicherlieferanten – üben Druck auf die Input-Kosten aus. Apple könnte gezwungen sein, höhere Preise zu zahlen oder engere Lieferfenster zu akzeptieren. Die Bruttomargen könnten unter Druck geraten, was das Risiko birgt, Umsatzziele in kommenden Quartalen zu verfehlen.

Das Forward-KGV von etwa 34,8x preist bereits robustes Wachstum und Margenausweitung ein. Die Fehlertoleranz ist begrenzt: Enttäuschungen bezüglich der Wachstumserwartungen wirken sich unmittelbar auf die Bewertung aus. Der CEO-Übergang zu John Ternus bringt zusätzliche Ausführungsrisiken hinsichtlich der KI-Strategie und potenziell steigender Kapitalintensität.

Lieferengpässe könnten Markteinführung verzögern

Analyst Ming-Chi Kuo warnte im Juli 2026 vor erheblichen Lieferengpässen beim faltbaren iPhone. Das Gerät könnte mehrere Monate nach der restlichen iPhone 18-Reihe starten. In der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen 7 bis 8 Millionen Einheiten montiert werden, im dritten Quartal könnten jedoch nur 500.000 bis 1 Million Einheiten ausgeliefert werden – deutlich unter den erwarteten Volumina für iPhone 18 Pro und Pro Max.

Ein mögliches Szenario: Apple stellt das faltbare iPhone gemeinsam mit dem iPhone 18-Lineup vor, verzögert aber Vorbestellungen und Einzelhandelsverfügbarkeit um mehrere Wochen. Laut CNBC und Nikkei Asia plant Apple bis Anfang 2027 mindestens fünf neue iPhone-Modelle. Die Produktvielfalt erhöht die Komplexität der Lieferkette und könnte Ressourcen weiter strapazieren.

Aktienkursentwicklung und Bewertung

Die Apple-Aktie verzeichnete im Jahr 2026 einen Anstieg von 13%. Zuletzt musste das Papier jedoch einen Rückgang von 8% hinnehmen. Der NASDAQ Composite, in dem Apple zu den größten Positionen zählt, notiert am 2. September 2026 bei 26.217,83 Punkten – ein Plus von 0,45% zum Vortag.

Die Bewertung mit einem Forward-KGV von rund 34,8x liegt deutlich über dem historischen Durchschnitt und lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen. Rothschild & Co. sieht dennoch erhebliches Aufwärtspotenzial: Das Kursziel von 400 USD impliziert ein Kurssteigerungspotenzial von mehr als 50% gegenüber den aktuellen Niveaus.

Aus Cashflow-Perspektive bleibt die Prognose gedämpft. Begrenzte Cashflow-Prognosen reduzieren das kurzfristige Aufwärtspotenzial, während konzentrierte Umsatzquellen die Rückkauf- und Finanzierungsflexibilität einschränken. Ein erfolgreiches faltbares iPhone könnte diese Einschränkungen mildern, indem es höhere Margen und zusätzliche Umsatzströme erschließt.

Chancen und Risiken für Anleger

Das faltbare iPhone stellt für Apple eine strategische Weichenstellung dar. Ein Eintritt in das wachsende Segment der Foldables könnte die iPhone-Abhängigkeit reduzieren und gleichzeitig die durchschnittlichen Verkaufspreise deutlich steigern. Die Prognose von 14 Millionen Verkäufen im ersten vollen Geschäftsjahr wäre ein beachtlicher Start in einem Nischenmarkt, der bisher von Samsung und anderen asiatischen Herstellern dominiert wird.

Die Risiken bleiben jedoch erheblich. Lieferengpässe könnten den Markteintritt verzögern und die Nachfrage dämpfen. Steigende Input-Kosten und geopolitische Spannungen in der Lieferkette erhöhen die Unsicherheit. Die hohe Bewertung lässt wenig Raum für Ausführungsfehler – gerade in einer Phase des CEO-Übergangs und intensiver KI-Investitionen.

Für Anleger im DACH-Raum bedeutet das: Die Apple-Aktie bleibt eine hochbewertete Wachstumswette auf die Fähigkeit des Konzerns, neue Produktkategorien erfolgreich zu etablieren. Das faltbare iPhone könnte der Katalysator sein, den Apple braucht – oder ein weiteres Hardware-Experiment ohne durchschlagende Wirkung auf die Umsatzdiversifikation.

Quellen

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