
Degiro vs. Trade Republic vs. Scalable Capital: Welcher Neobroker 2026 die niedrigsten Kosten hat
Von Redaktion aktie.com
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Neobroker sparen Anlegern bei Ordern über 10.000 Euro durchschnittlich 94,1 Prozent gegenüber konventionellen Brokern (Stand: September 2023, justETF).
- Trade Republic verlangt 1 Euro Flatrate pro Order, Scalable Capital bietet im Free-Modell 0,99 Euro pro Trade oder unbegrenzte kostenlose Orders ab 250 Euro Volumen für 4,99 Euro monatlich.
- Trade Republic stellt über 3.200 kostenlose ETF-Sparpläne ab 1 Euro Mindestsparrate bereit, Scalable Capital über 2.400 (Stand: August 2026, Handelsblatt).
- Scalable Capital zahlt 2,50 Prozent p.a. auf Tagesgeldguthaben mit Einlagensicherung bis 500.000 Euro, Trade Republic 2,25 Prozent mit Sicherung bis 100.000 Euro (Stand: März 2026, WirtschaftsWoche).
- Trade Republic erweiterte sein Angebot 2026 um ein kostenloses Girokonto mit Bezahlkarte – Scalable Capital konzentriert sich ausschliesslich auf Wertpapierhandel.
- DeGiro wird in den aktuellen Vergleichen deutscher Neobroker nicht mehr aufgeführt – Trade Republic und Scalable Capital dominieren den Markt.
Kostenstruktur: Neobroker unterbieten klassische Banken um bis zu 94 Prozent
Die Gebührendifferenz zwischen Neobrokern und konventionellen Online-Banken bleibt erheblich. Eine Analyse von justETF (Stand: September 2023) zeigt, dass Anleger bei einer Order über 10.000 Euro durchschnittlich 23,73 Euro bei klassischen Brokern zahlen, während Neobroker mit durchschnittlich 1,40 Euro kalkulieren. Das entspricht einer Ersparnis von 94,1 Prozent.
Bei kleineren Ordervolumina fallen die Einsparungen anteilig geringer aus: Wer 1.000 Euro investiert, zahlt bei konventionellen Anbietern durchschnittlich 8,66 Euro, bei Neobrokern 1,40 Euro – eine Reduktion um 83,8 Prozent. Der Grund liegt in der unterschiedlichen Gebührenstruktur: Während etablierte Banken variable Kosten nach Ordervolumen berechnen, setzen Neobroker auf fixe, transparente Preise.
Trade Republic vs. Scalable Capital: Ordergebühren im Detailvergleich
Trade Republic verlangt eine einheitliche Gebühr von 1 Euro pro Order, unabhängig vom Handelsvolumen. Scalable Capital kalkuliert im Free-Modell mit 0,99 Euro pro Trade. Wer über Xetra handeln möchte, zahlt bei Scalable Capital 3,99 Euro plus 0,01 Prozent Handelsplatzgebühr (Stand: März 2026, WirtschaftsWoche).
Für aktive Trader bietet Scalable Capital das Prime+-Modell: Gegen eine monatliche Gebühr von 4,99 Euro (wahlweise auch jährliche Abrechnung) entfallen die Ordergebühren für Trades ab 250 Euro Volumen. Der Zugang zu Xetra ist in diesem Modell nicht inkludiert. Wer mehr als fünf Trades pro Monat ausführt, fährt mit Prime+ rechnerisch günstiger als mit der 1-Euro-Flatrate von Trade Republic.
Beide Broker verlangen keine Depotführungsgebühren.
ETF-Sparpläne: Trade Republic führt mit über 3.200 Positionen
Im Bereich der ETF-Sparpläne liegt Trade Republic laut Handelsblatt (Stand: August 2026) mit über 3.200 verfügbaren Sparplänen vor Scalable Capital, das mehr als 2.400 Sparpläne anbietet. Beide Neobroker erheben keine Gebühren auf Sparraten und akzeptieren Mindestsparraten ab 1 Euro.
Zum Vergleich: S Broker stellt 2.700 ETF-Sparpläne bereit, Comdirect und Bitpanda jeweils 2.500, Smartbroker+ mehr als 2.500 und Finanzen.net Zero über 2.600 (Stand: Juli/August 2026, Handelsblatt).
Die Auswahl an Sparplänen wird für Anleger relevant, die gezielt in Nischen-ETFs oder thematische Indexfonds investieren möchten. Für breit diversifizierte MSCI-World- oder S&P-500-ETFs decken beide Broker das gängige Spektrum ab.
Guthabenzinsen: Scalable Capital zahlt 2,50 Prozent p.a.
Scalable Capital verzinst nicht-investiertes Guthaben auf dem Tagesgeldkonto mit 2,50 Prozent p.a., Trade Republic mit 2,25 Prozent (Stand: März 2026, WirtschaftsWoche). Beide Anbieter hatten zu Jahresbeginn 2026 noch höhere Zinsen von bis zu 4,00 Prozent gezahlt und diese seither kontinuierlich gesenkt.
Ein wesentlicher Unterschied besteht bei der Einlagensicherung: Trade Republic sichert Guthaben bis 100.000 Euro oder lagert diese in Geldmarktfonds als Sondervermögen aus. Scalable Capital garantiert beim neuen Tagesgeldkonto eine Einlagensicherung bis zu fünfmal 100.000 Euro – also maximal 500.000 Euro. Für Anleger mit höheren Barreserven bietet Scalable Capital damit einen strukturellen Vorteil.
Banking-Funktionen: Trade Republic erweitert Angebot um Girokonto
Trade Republic führte 2026 ein kostenloses Girokonto ein, das sich als Gehaltskonto nutzen lässt. Zusätzlich erhalten Kunden eine Bezahlkarte mit nach Unternehmensangaben günstigen Konditionen (Stand: März 2026, WirtschaftsWoche). Scalable Capital bietet keine Banking-Funktionen und konzentriert sich ausschliesslich auf den Wertpapierhandel.
Laut justETF eignen sich Neobroker typischerweise als Zweitdepot, da sie häufig keine vollständigen Bankdienstleistungen wie Gehaltskonto, Daueraufträge oder Überweisungen anbieten. Klassische Onlinebanken wie Comdirect, Consorsbank, ING oder DKB decken diese Funktionen ab. Mit dem neuen Girokonto positioniert sich Trade Republic als Hybrid-Anbieter.
Benutzerfreundlichkeit: Beide Broker setzen auf native Apps
Trade Republic und Scalable Capital entwickelten ihre Plattformen primär für mobile Nutzung. Beide Anbieter stellen native Smartphone-Apps mit grafisch aufbereiteter Oberfläche und intuitivem Handling bereit. Laut justETF zählen sie zu den führenden Neobrokern bei der Benutzerfreundlichkeit. Weitere Neobroker mit mobilen Apps sind justTRADE, finanzen.net zero und Smartbroker+.
Regulatorische Änderungen: PFOF-Verbot ohne Auswirkung auf Kosten
Seit Anfang 2026 verbietet die EU Payment for Order Flow (PFOF) – ein Modell, bei dem Broker Provisionen von Market Makern für die Weiterleitung von Kundenaufträgen erhalten. Laut nennwert (Stand: Mai 2026) bleiben die Kosten für Kunden trotz des Verbots "extrem niedrig", da Neobroker alternative Finanzierungsmodelle etabliert haben. Details zu diesen Modellen nannten die Anbieter nicht.
Degiro fehlt im aktuellen Vergleich
Der niederländische Broker Degiro, der lange als Preisführer im europäischen Markt galt, taucht in den recherchierten Vergleichen deutscher Neobroker für 2026 nicht mehr auf. Weder justETF noch WirtschaftsWoche oder Handelsblatt listen Degiro in ihren aktuellen Übersichten. Trade Republic und Scalable Capital dominieren den deutschsprachigen Markt.
Für wen welcher Broker?
Laut Zendepot (Stand: März 2026) eignen sich beide Anbieter für langfristige ETF-Sparer durch niedrige Kosten und unkomplizierte Handhabung. Die Wahl hängt von individuellen Präferenzen ab:
Trade Republic passt für Anleger, die eine breite ETF-Auswahl schätzen, gelegentlich handeln und Banking-Funktionen wie ein Girokonto nutzen möchten. Die 1-Euro-Flatrate bleibt kalkulierbar.
Scalable Capital richtet sich an Vieltrader, die mit dem Prime+-Modell bei mehr als fünf Trades monatlich günstiger fahren. Die höhere Einlagensicherung von 500.000 Euro spricht Anleger mit grösseren Barreserven an.
Beide Broker bieten kostenlose Depotführung und ETF-Sparpläne ab 1 Euro. Die Unterschiede bei Ordergebühren (0,99 vs. 1 Euro) und Guthabenzinsen (2,50 vs. 2,25 Prozent) fallen marginal aus.