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Anthropic IPO mit 2 Billionen Dollar Bewertung: Welche börsennotierten Aktien profitieren
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Anthropic IPO mit 2 Billionen Dollar Bewertung: Welche börsennotierten Aktien profitieren

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Anthropic strebt beim geplanten Börsengang im Oktober 2026 eine Bewertung von 2 Billionen Dollar an, mit einigen Investoren, die intern mit bis zu 3 Billionen Dollar kalkulieren, basierend auf Umsatzprognosen von 190 bis 300 Milliarden Dollar für 2028.
  • Morgan Stanley und Goldman Sachs führen das Bankenkonsortium für das Emissionsvolumen von bis zu 100 Milliarden Dollar an, womit der IPO das SpaceX-IPO vom Juni 2026 mit 1,75 Billionen Dollar Erstbewertung übertreffen würde.
  • Die Bewertung stützt sich auf projizierte Inferenz-Bruttomargen von über 85 Prozent für das Modell Opus 4.8 laut SemiAnalysis vom Mai 2026, während Anthropic über 130 Milliarden Dollar in Recheninfrastruktur bei AWS, Azure und Google gebunden hat.
  • Samsung Electronics und SK Hynix sind als Investoren an Anthropic beteiligt, könnten aber unter einer Umschichtung von Anlegerkapital aus Halbleiter-Zulieferern hin zu direkten KI-Modellentwicklern leiden.
  • Im zweiten Quartal 2026 erzielte Anthropic einen prognostizierten Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar, im Juli 2026 erreichte die annualisierte Umsatzrate bereits 65 Milliarden Dollar.
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Das KI-Unternehmen Anthropic strebt für seinen geplanten Börsengang im Oktober 2026 eine Bewertung von 2 Billionen Dollar an, wie mehrere Medien Anfang September 2026 unter Berufung auf Investorenkreise berichteten. Einige Investoren kalkulieren intern sogar mit bis zu 3 Billionen Dollar. Die Marketing-Phase für den IPO soll laut den Berichten Mitte Oktober beginnen, der Prospekt könnte noch im selben Monat folgen. Morgan Stanley und Goldman Sachs übernehmen die Führungsrolle im Bankenkonsortium, unterstützt von JPMorgan, Citi und Barclays. Das Emissionsvolumen liegt bei bis zu 100 Milliarden Dollar an platzierten Aktien.

Bewertung basiert auf ambitionierten Umsatzprognosen

Die anvisierte Bewertung von 2 Billionen Dollar stammt aus Investorenmodellen, nicht von Anthropic selbst. Sie stützt sich auf Umsatzprognosen für 2028 in Höhe von 190 bis 200 Milliarden Dollar – manche Investoren rechnen sogar mit 200 bis 300 Milliarden Dollar. Das würde einem Bewertungsmultiplikator von etwa dem 10- bis 11-Fachen des prognostizierten Umsatzes 2028 entsprechen.

Im zweiten Quartal 2026 erzielte Anthropic laut den Berichten einen prognostizierten Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar. Im Juli 2026 erreichte die annualisierte Umsatzrate – eine Hochrechnung auf Basis aktueller Einnahmen, nicht gebuchter Jahresumsatz – bereits 65 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten 100 bis 120 Milliarden Dollar Umsatz.

Gavin Baker, Managing Partner und Chief Investment Officer von Atreides Management, erklärte am 27. Juni 2026 im All-In Podcast: „Ich denke, Anthropic ist heute 3 Billionen Dollar wert." Baker prognostizierte, das Unternehmen werde das Jahr mit „weit über 100 Milliarden Dollar" abschließen und bis 2028 einen annualisierten Umsatz von 200 bis 300 Milliarden Dollar erreichen.

Margenprofil als Argument für hohe Bewertung

Ein zentrales Argument für die Bewertung liefert die erwartete Profitabilität im großen Maßstab. Das Research-Unternehmen SemiAnalysis schätzte am 1. Mai 2026, dass Anthropics Bruttomarge bei Inferenz-Infrastruktur – dem Prozess, bei dem trainierte KI-Modelle Anfragen verarbeiten – von 38 Prozent auf über 70 Prozent gestiegen sei, begünstigt durch sinkende Kosten pro generiertem Token. Für das Modell Opus 4.8 veranschlagte SemiAnalysis später eine Inferenz-Bruttomarge von über 85 Prozent.

Baker argumentierte, dass Anthropic bei zunehmend von Inferenz dominierter Geschäftstätigkeit mit berichteten Bruttomargen von bis zu 85 Prozent „sehr profitabel" werden könne. Allerdings bezeichnete Daniela Amodei, Präsidentin von Anthropic, KI Anfang Juni 2026 gegenüber Bloomberg als „sehr kapitalintensives Geschäft". Das Unternehmen hat über 130 Milliarden Dollar Gesamtkapital für Recheninfrastruktur gebunden: mehr als 100 Milliarden Dollar über zehn Jahre an AWS, 30 Milliarden Dollar an Microsoft Azure sowie eine Vereinbarung mit Google und Broadcom über mehrere Gigawatt Rechenleistung.

Investment-Banken als direkte Profiteure

Morgan Stanley, Goldman Sachs und JPMorgan – Banken, die bereits das AI-Dealmaking dominieren – werden als Konsortialführer von den Gebühren des potenziell größten Börsengangs der Geschichte profitieren. Bei einem Emissionsvolumen von 100 Milliarden Dollar und branchenüblichen Gebührensätzen zwischen 2 und 3,5 Prozent könnten die beteiligten Banken zusammen Gebühren in Milliardenhöhe generieren.

Die letzte private Bewertungsrunde (Series H) im Mai 2026 hatte Anthropic mit 965 Milliarden Dollar bewertet. Der geplante IPO würde diese Bewertung mehr als verdoppeln und das SpaceX-IPO vom Juni 2026 übertreffen, das bei einer Erstbewertung von rund 1,75 Billionen Dollar 75 Milliarden Dollar einnahm.

Halbleiter-Zulieferer zwischen Chance und Konkurrenz

Samsung Electronics und SK Hynix beteiligten sich an der jüngsten Finanzierungsrunde von Anthropic und nehmen damit eine doppelte Rolle als Wettbewerber und Investoren ein. Als direkte Investoren profitieren beide Unternehmen von einem erfolgreichen Börsengang. Gleichzeitig zählen sie zu den größten börsennotierten Profiteuren des KI-Infrastruktur-Booms, da Anthropics wachsende KI-Arbeitslast enorme Mengen an High-Bandwidth-Memory (HBM) und Server-Speicher erfordert.

Laut einem Bericht von Anfang September 2026 befürchten Beobachter jedoch eine Verschiebung der Investitionsprioritäten: Der Anthropic-IPO könnte Anlegern erstmals eine direkte Möglichkeit bieten, auf das KI-Modellgeschäft selbst zu setzen, statt auf Komponenten-Lieferanten. Das könnte Kapitalströme innerhalb des AI-Infrastruktur-Investment-Ökosystems umlenken. Unternehmen wie Palantir (Datenanalyse) und Nebius (Cloud) handelten 2026 bei etwa dem 55-Fachen ihres Umsatzes – ein Indiz für die Bereitschaft des Marktes, hohe Bewertungen im KI-Sektor zu akzeptieren, wenngleich Anthropics Bewertungsmultiplikatoren auf Basis der 2028er-Prognosen deutlich höher liegen.

Bewertungsrisiken und Auswirkungen auf den Sektor

Fortune stellte am 14. August 2026 fest, dass Anthropic Amazon-ähnliche Gewinne generieren müsse, um eine Bewertung von 2 Billionen Dollar zu rechtfertigen, obwohl das Unternehmen bislang kaum profitabel sei. Sollte der IPO enttäuschen, sei laut Quellen das größere Risiko eine Neubewertung der KI-Bewertungen und -Ausgaben insgesamt, was die gesamte Halbleiter-Lieferkette belasten könnte.

Venture-Capital-Firmen und Frühinvestoren aus dem Silicon Valley, insbesondere in Menlo Park am Sand Hill Road, die ihre Positionen durch mehrere Finanzierungsrunden gehalten haben, zählen zu den direkten Profiteuren eines erfolgreichen Börsengangs. Die breitere Frage für börsennotierte Technologieaktien bleibt, ob der IPO Kapital in KI-Pure-Plays umleitet oder das Vertrauen in die gesamte KI-Wertschöpfungskette stärkt.

Quellen

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