
Anthropic verhandelt über 1-GW-Rechenzentrum: Welche Infrastruktur-Aktien vom KI-Boom profitieren
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Anthropic verhandelt seit September 2026 mit Stream Data Centers über die Anmietung von bis zu einem Gigawatt Rechenkapazität, was eine Investition von mindestens 40 Milliarden US-Dollar erfordern würde.
- Google soll nach den Berichten als Kreditgarant für die Leasingzahlungen fungieren, wobei weder Umfang noch Höhe der Garantie oder andere Vertragsdetails wie Standort, Laufzeit oder Miethöhe bekannt sind.
- Die geplanten Rechenzentren sollen voraussichtlich mit Tensor Processing Units von Google und Broadcom ausgestattet werden, wobei auch NVIDIA-GPUs als Option im Raum stehen und die finale Hardware-Konfiguration noch nicht feststeht.
- Alle Quellen betonen, dass sich die Gespräche in einer frühen und vorläufigen Phase befinden, keine Vereinbarung unterzeichnet wurde und keine der beteiligten Firmen die Verhandlungen offiziell bestätigt hat.
- Das Projekt zeigt den Trend zu direkter Infrastruktur-Kontrolle bei KI-Unternehmen und bietet Chancen für Rechenzentrum-Entwickler, Chip-Hersteller wie NVIDIA und Broadcom sowie Anbieter von Server- und Speicherlösungen wie Super Micro Computer.
Das KI-Unternehmen Anthropic, das von Amazon unterstützt wird, verhandelt mit Stream Data Centers über die Anmietung von bis zu einem Gigawatt Rechenkapazität. Die Gespräche befinden sich nach Informationen von The Information vom 22. September 2026 in einer frühen und vorläufigen Phase. Das Projekt würde eine Investition von mindestens 40 Milliarden US-Dollar erfordern.
Stream Data Centers gehört mehrheitlich Apollo Global Management. Das Besondere an der Struktur: Google soll nach den Berichten als Kreditgarant für die Leasingzahlungen fungieren. Eine Vereinbarung wurde bislang nicht unterzeichnet, und keine der beteiligten Firmen hat die Verhandlungen offiziell bestätigt.
Dreieckskonstruktion zwischen Anthropic, Apollo und Google
Die potenzielle Vereinbarung zeigt eine ungewöhnliche Konstellation zwischen drei Parteien: Anthropic als Mieter, Stream Data Centers als Betreiber und Google als möglicher Garant. Nach der Analyse von Four Week MBA liegt die Bedeutung weniger in der Gigawatt-Zahl selbst als vielmehr in dieser Struktur.
Eine Kreditgarantie dient in Infrastruktur-Deals als eigenständiges Produkt. Wenn ein Rechenzentrum-Entwickler Kapital für ein Projekt in Gigawatt-Größenordnung bereitstellt, muss er das Zahlungsvermögen des Mieters über viele Jahre absichern. Reicht das Kreditprofil des Mieters nicht aus, tritt üblicherweise eine dritte Partei mit stärkerer Bonität als Garant auf. Die Frage, wer diese Garantie übernimmt, gibt Aufschluss über die Beziehungen zwischen den Beteiligten.
Hardware-Konfiguration noch offen
Die geplanten Anlagen sollen voraussichtlich mit Tensor Processing Units (TPUs) von Google und Broadcom ausgestattet werden. Allerdings bleiben auch NVIDIA-GPUs oder andere KI-Chips als Optionen im Raum. Die finale Hardware-Zusammenstellung steht noch nicht fest, da bisher kein Vertrag geschlossen wurde.
Ein Gigawatt Leistung entspricht der Kapazität, die für den Betrieb von Hunderttausenden Hochleistungs-KI-Chips erforderlich ist. Solche Größenordnungen signalisieren den wachsenden Infrastrukturbedarf für das Training und den Betrieb großer Sprachmodelle.
Offene Fragen zur Vertragsstruktur
Zentrale Details der Vereinbarung bleiben ungeklärt. Weder der Leasingwert noch die Vertragslaufzeit, der Standort der Rechenzentren oder das Startdatum sind bekannt. Auch der Umfang und die Höhe der von Google geforderten Kreditgarantie wurden nicht spezifiziert.
Alle Quellen betonen einheitlich den vorläufigen Charakter der Gespräche. Verhandlungen in diesem Stadium können scheitern oder grundlegend umgestaltet werden, bevor eine Vereinbarung zustande kommt.
Infrastruktur-Aktien im Fokus der Anleger
Das Projekt verdeutlicht den anhaltenden Trend zu direkter Kontrolle über Recheninfrastruktur bei KI-Unternehmen. Statt ausschließlich auf Cloud-Anbieter zu setzen, verhandeln Firmen wie Anthropic über eigene oder exklusiv angemietete Kapazitäten.
Für Anleger rücken mehrere Segmente in den Fokus:
- Rechenzentrum-Entwickler: Unternehmen wie Apollo Global Management, die über Tochtergesellschaften wie Stream Data Centers Großprojekte realisieren, profitieren von langfristigen Mietverträgen mit stabilen Cashflows.
- Chip-Hersteller: NVIDIA, Broadcom und Google entwickeln spezialisierte Prozessoren für KI-Workloads. Die Nachfrage nach TPUs und GPUs steigt mit jedem neuen Rechenzentrum-Projekt.
- Server-Infrastruktur: Laut den Berichten gewinnen Anbieter wie Super Micro Computer an Bedeutung, die Server- und Speicherlösungen speziell für KI-Rechenzentren konzipieren.
- Energieversorgung: Ein Gigawatt Leistung erfordert erhebliche Investitionen in Stromversorgung, Kühlung und Netzanschlüsse. Infrastruktur-Unternehmen im Energiesektor könnten indirekt profitieren.
Breitere Marktentwicklung
Das Anthropic-Projekt steht exemplarisch für eine Verschiebung im KI-Sektor. Während Hyperscaler wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud weiterhin die primären Anbieter von Rechenkapazität bleiben, suchen spezialisierte KI-Firmen nach Wegen, ihre Abhängigkeit zu reduzieren und Kosten besser zu kontrollieren.
Die Bereitschaft, Milliarden in dedizierte Infrastruktur zu investieren, zeigt die erwartete Langfristigkeit des KI-Booms. Gleichzeitig offenbart die Notwendigkeit einer Kreditgarantie durch Google die finanziellen Risiken solcher Großprojekte.
Einschätzung für Anleger
Das berichtete 40-Milliarden-Dollar-Volumen macht deutlich, in welchen Dimensionen sich der Ausbau der KI-Infrastruktur bewegt. Für Anleger im DACH-Raum ergeben sich daraus mehrere Überlegungen:
Erstens dürften etablierte Rechenzentrum-REITs (Real Estate Investment Trusts) und Infrastruktur-Fonds von steigender Nachfrage profitieren. Zweitens bleiben Chip-Hersteller direkte Profiteure, auch wenn die Bewertungen bereits deutlich gestiegen sind. Drittens gewinnen Zulieferer für Kühlung, Stromversorgung und Netzwerktechnik an Relevanz.
Die frühe Phase der Verhandlungen mahnt allerdings zur Vorsicht bei kurzfristigen Spekulationen. Konkrete Investitionsentscheidungen setzen belastbare Vertragsabschlüsse voraus, nicht vorläufige Gespräche.
Der DAX notierte am 22. September 2026 bei 25.695 Punkten und damit 0,21 Prozent höher. Die Entwicklung reflektiert die insgesamt stabile Marktstimmung, während Technologie- und Infrastrukturwerte weiterhin im Fokus der Anleger bleiben.