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Amazon-Aktie: Gewinn je Aktie wächst um 0,5 Prozent zum Vorjahresquartal
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Amazon-Aktie: Gewinn je Aktie wächst um 0,5 Prozent zum Vorjahresquartal

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Amazon erwartet für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 202,20 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 1,96 US-Dollar.
  • Das erwartete Umsatzwachstum von 12,2 Prozent steht in Kontrast zu einem Gewinnwachstum je Aktie von 0,5 Prozent, was auf Margendruck oder höhere Investitionsausgaben hindeutet.
  • Amazon Web Services gilt als Kronjuwel für den Margenertrag und ist Berichten zufolge bis 2027 nahezu ausverkauft, da die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz-Infrastruktur stark anzieht.
  • Amazon plant für 2026 Investitionsausgaben von rund 220 Milliarden US-Dollar in künstliche Intelligenz, Logistikinfrastruktur und Content-Produktion.
  • Die Analystenschätzungen haben sich in den vergangenen 30 Tagen um 0,5 Prozent nach oben revidiert und liegen im Vergleich zur Schätzung vor 90 Tagen um 2,6 Prozent höher.
  • Die breite Streuung der Analystenschätzungen reflektiert die Komplexität der Geschäftsentwicklung und die Unsicherheit bezüglich Konsumverhalten und Investitionszyklen im Cloud-Bereich.
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Amazon veröffentlicht am 29. Oktober 2026 nach Handelsschluss die Zahlen für das dritte Quartal 2026. Der Markt erwartet laut Konsens von 45 Analysten einen Gewinn je Aktie von 1,96 US-Dollar bei einem Umsatz von 202,20 Milliarden US-Dollar. Die Schätzungen bewegen sich in einer breiten Spanne: Das Gewinnziel reicht von 1,72 bis 2,23 US-Dollar je Aktie, die Umsatzprognosen liegen zwischen 199,37 und 205,36 Milliarden US-Dollar. Die Aktie notiert aktuell bei 247,94 US-Dollar.

Wachstum verlangsamt sich bei weiterhin hohen Volumina

Der erwartete Umsatz von 202,20 Milliarden US-Dollar entspricht einem Anstieg um 12,2 Prozent gegenüber den 180,17 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahresquartal. Während die Wachstumsrate gegenüber den Pandemiejahren deutlich zurückgeht, bleibt das absolute Umsatzwachstum in einem reifen E-Commerce-Markt substanziell.

Beim Gewinn je Aktie zeigt sich eine andere Dynamik: Die Prognose von 1,96 US-Dollar bedeutet lediglich einen Zuwachs von 0,5 Prozent im Vergleich zu 1,95 US-Dollar im dritten Quartal 2025. Die Kombination aus zweistelligem Umsatzwachstum und nahezu stagnierendem Gewinn je Aktie deutet auf Margendruck, höhere Investitionsausgaben oder Verschiebungen in der Geschäftsmischung hin. Im dritten Quartal 2025 hatte Amazon einen Nettogewinn von 21,19 Milliarden US-Dollar bei einer Nettomarge von 11,8 Prozent erzielt, die operative Marge lag bei 9,7 Prozent.

Analystenschätzungen zeigen leichten Aufwärtstrend

In den vergangenen 30 Tagen haben Analysten ihre Gewinnprognosen um 0,5 Prozent nach oben revidiert. Im Vergleich zur Schätzung vor 90 Tagen liegt der aktuelle Konsens um 2,6 Prozent höher. Die Aufwärtsrevisionen spiegeln nach Einschätzung von Marktbeobachtern das Vertrauen in Amazons operative Hebelwirkung und Margendisziplin wider, obwohl sich das Umsatzwachstum verlangsamt.

Die breite Streuung der Schätzungen verdeutlicht jedoch die bestehende Unsicherheit über Konsumausgaben und die Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur. Investoren richten ihren Fokus nicht nur auf die Quartalsergebnisse, sondern auch auf die Prognose für das Weihnachtsgeschäft, das traditionell das wichtigste Quartal für den Konzern darstellt.

AWS als entscheidender Margentreiber

Amazon Web Services gilt als Kronjuwel für den Margenertrag des Konzerns. Der Markt achtet besonders auf Signale für eine Wiederbeschleunigung der Cloud-Ausgaben und die Wettbewerbsposition gegenüber Microsoft Azure und Google Cloud. Im zweiten Quartal 2026 hatte AWS einen Umsatz von 42,2 Milliarden US-Dollar verbucht, was einem Wachstum von 37 Prozent im Jahresvergleich entsprach.

Die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz-Infrastruktur treibt das Geschäft: AWS ist Berichten zufolge bis 2027 nahezu ausverkauft, da die Nachfrage nach AI-Kapazität stark anzieht. Unterstützt wird dies durch langfristige Cloud-Verträge und den Einsatz eigener Chips. Im September 2026 gab Verizon bekannt, eine Vereinbarung im Wert von über 2 Milliarden US-Dollar mit AWS getroffen zu haben, um ein kommerzielles Rahmenwerk für verteilte Rechenleistung zu etablieren und Echtzeitanforderungen zu erfüllen.

Investitionsausgaben als Risikofaktor

Amazon plant für 2026 Investitionsausgaben von rund 220 Milliarden US-Dollar. Die Mittel fließen in künstliche Intelligenz, Logistikinfrastruktur und Content-Produktion. Diese massive Kapitalbindung wird als zentrales Risiko betrachtet: Sollten die Ausgaben steigen, ohne dass AWS entsprechend schneller wächst, könnten Investoren die Renditen und die Cash-Flow-Generierung in Frage stellen.

Die Investitionsstrategie steht im Spannungsfeld zwischen langfristigem Wachstum und kurzfristigen Profitabilitätserwartungen. Besonders die Entwicklung der Werbeumsätze und der freie Cash-Flow stehen unter Beobachtung.

Mehrere Geschäftsfelder im Fokus

Neben AWS verfolgen Analysten mehrere operative Kennzahlen: die Entwicklung der Prime-Mitgliedschaften, das Wachstum der Drittanbieter-Verkäufer auf der Plattform, die Werbeerlöse sowie die Wachstumsraten in den Segmenten Nordamerika und International. Die unterschiedlichen Geschäftsbereiche entwickeln sich in verschiedenen Zyklen, was die Gesamtbewertung komplex macht.

Die breite Streuung der Analystenschätzungen reflektiert diese Komplexität. Die Unsicherheit bezieht sich sowohl auf Konsumverhalten als auch auf Investitionszyklen im Cloud-Bereich.

Analystenbewertungen und Kursziele

UBS hob das Kursziel für Amazon von 318 auf 348 US-Dollar an. Eine Kaufempfehlung wurde mit Verweis auf die Stärke im Cloud-Geschäft und die Widerstandsfähigkeit des Einzelhandels bei einem Kursziel von 320 US-Dollar bestätigt. Ein Artikel auf Seeking Alpha vom 21. Oktober 2026 empfahl Investoren, vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 29. Oktober eine Kaufposition aufzubauen.

Die unterschiedlichen Kursziele zeigen, dass Analysten die Geschäftsentwicklung unterschiedlich gewichten. Während einige den langfristigen Wert der Cloud-Infrastruktur betonen, fokussieren sich andere auf die kurzfristige Margenentwicklung und die Kapitaleffizienz.

Balanceakt zwischen Wachstum und Profitabilität

Amazon steht vor der Herausforderung, hohe Wachstumsinvestitionen mit kurzfristigen Profitabilitätserwartungen in Einklang zu bringen. Die Kombination aus verlangsamtem Umsatzwachstum und nahezu stagnierendem Gewinn je Aktie bei gleichzeitig hohen Investitionsausgaben erfordert eine klare Kommunikation des Managements zur Rendite dieser Investitionen.

Das Weihnachtsquartal wird entscheidend für die weitere Entwicklung sein. Die Prognose des Managements für diesen kritischen Zeitraum dürfte mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit erhalten wie die tatsächlichen Q3-Zahlen. Die weite Spanne der Analystenschätzungen verdeutlicht, wie unterschiedlich die Markterwartungen für die kommenden Monate ausfallen.

Quellen

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