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KI-Finanzierung unter Druck: CoreWeave-Anleihen auf Distressed-Niveau, IWF warnt vor systemischen Risiken
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KI-Finanzierung unter Druck: CoreWeave-Anleihen auf Distressed-Niveau, IWF warnt vor systemischen Risiken

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Der Nasdaq 100 fiel am 16. Oktober 2026 um 2,5 Prozent, während Halbleiteraktien die achte Verlustphase in Folge verzeichneten – die längste Negativserie seit 2008.
  • CoreWeave-Aktien sanken am 16. Oktober um 12 Prozent, die vom Unternehmen ausgegebenen 9-Prozent-Anleihen handelten bei 80,75 Cent je Dollar mit einer Rendite von 15,3 Prozent.
  • Der Internationale Währungsfonds identifizierte in den vergangenen drei Jahren Eigenkapitaltransaktionen zwischen großen Cloud-Anbietern und kleineren KI-Firmen im Volumen von 300 Milliarden US-Dollar sowie 650 Milliarden US-Dollar an…
  • Der IWF stufte in seinem Bericht vom Oktober 2026 einen Absturz von KI-Aktien als wesentliches Risiko für die globale Finanzstabilität ein.
  • Etablierte Technologiekonzerne wie Microsoft, Amazon oder Alphabet verfügen über erhebliche Cashbestände und können ihre KI-Investitionen aus laufenden Gewinnen finanzieren.
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Technologieaktien sind Mitte Oktober 2026 unter heftigen Druck geraten. Im Zentrum steht die Sorge, dass zahlreiche Unternehmen ihre milliardenschwere Expansion im Bereich künstlicher Intelligenz mit nicht tragfähigen Finanzierungsmodellen stemmen. Der Nasdaq 100 fiel am 16. Oktober um 2,5 Prozent, während Halbleiteraktien die achte Verlustphase in Folge verzeichneten – die längste Negativserie seit 2008.

CoreWeave als Brennpunkt der Kreditsorgen

Der Cloud-Computing-Anbieter CoreWeave wurde zum Symbol der Marktängste. Das Unternehmen hat mehrere Dutzend Milliarden US-Dollar Schulden aufgenommen, um Rechenzentren für KI-Anwendungen zu finanzieren. Am 16. Oktober sackte die CoreWeave-Aktie um 12 Prozent ab. Die vom Unternehmen ausgegebenen 9-Prozent-Anleihen handelten bei 80,75 Cent je Dollar – ein Kursniveau, das typischerweise mit notleidenden Schuldtiteln assoziiert wird. Die Rendite dieser Anleihen kletterte auf 15,3 Prozent.

CoreWeave steht beispielhaft für eine Finanzierungspraxis, die Investoren zunehmend misstrauisch macht: Unternehmen häufen hohe Schulden an, um KI-Infrastruktur auszubauen, deren Ertragskraft noch nicht belegt ist. Die Frage, ob die massiven Investitionen ausreichende Renditen erwirtschaften werden, treibt den aktuellen Ausverkauf mit an.

Breitflächiger Ausverkauf im KI-Sektor

Die Turbulenzen beschränkten sich nicht auf CoreWeave. IREN, Cipher Digital und Applied Digital erlitten ebenfalls zweistellige Tagesverluste. Auch etablierte Halbleiterhersteller blieben nicht verschont: Die US-Aktien von ASML fielen um 3,9 Prozent auf 1.650 US-Dollar, obwohl das niederländische Unternehmen seine Umsatzprognose für 2026 zum dritten Mal angehoben hatte. Der Ausverkauf erfasste den gesamten Neocloud-, Rechenzentrum- und Halbleiterkomplex.

Der Verkaufsdruck resultiert vor allem aus einer Neubewertung der Finanzierungsstrukturen, auf denen die KI-Expansion ruht. Steigende Finanzierungskosten verschärfen die Lage: Die Renditen von US-Staatsanleihen bleiben auf erhöhtem Niveau, während die Inflation hartnäckiger ausfällt als erwartet. Das verteuert Kredite zusätzlich und verstärkt die Zweifel an der finanziellen Tragfähigkeit vieler KI-Investitionen.

Internationaler Währungsfonds warnt vor systemischen Risiken

Der Internationale Währungsfonds stufte in seinem Bericht vom Oktober 2026 einen Absturz von KI-Aktien als „wesentliches Risiko" für die globale Finanzstabilität ein. Der IWF identifizierte in den vergangenen drei Jahren Eigenkapitaltransaktionen zwischen großen Cloud-Anbietern und kleineren KI-Firmen im Volumen von 300 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen 650 Milliarden US-Dollar an Schulden – bei gleichzeitig 1,4 Billionen US-Dollar an zukünftigen Umsatzzusagen. Der IWF bezeichnete diese „zirkulären Finanzierungsarrangements" als potenziell problematisch.

Die Sorge: Sollten sich die hochgesteckten Erwartungen an KI-Umsätze nicht erfüllen, könnten sich die Schuldenberge als untragbar erweisen. Weil viele Unternehmen ihre Expansion über Hochzinsanleihen und Kredite finanzieren, würde ein Zahlungsausfall Welleneffekte durch das Finanzsystem senden.

Makroökonomische Zusatzbelastungen

Parallel zu den Finanzierungssorgen verstärken makroökonomische Faktoren den Druck auf Tech-Werte. Eine Gruppe von US-Abgeordneten brachte am 16. Oktober ein Gesetzesvorhaben ein, das ein Abkommen von Präsident Donald Trump zur Freigabe russischen Diesels auf den Weltmarkt blockieren soll. Rohöl der Sorte Brent notierte bei rund 110 US-Dollar je Barrel. Die erhöhten Energiekosten verstärken den Inflationsdruck und belasten US-Staatsanleihen zusätzlich.

Zum Handelsschluss am 15. Oktober 2026 um 2:00 Uhr MESZ stand der DAX bei 25.488,5 Punkten und legte gegenüber dem Vortagesschluss um 0,93 Prozent zu. Der S&P 500 stieg im selben Zeitraum um 0,33 Prozent auf 7.744,06 Punkte, während der Nasdaq Composite mit einem Plus von 0,08 Prozent auf 26.713,03 Punkte nahezu unverändert schloss. Die US-Indizes zeigten sich damit widerstandsfähiger als der technologielastige Nasdaq 100, der am 16. Oktober deutlich nachgab.

Welche Unternehmen besonders gefährdet sind

Anleger unterscheiden inzwischen stärker zwischen Unternehmen mit soliden Bilanzen und solchen, die stark auf Fremdkapital setzen. CoreWeave gilt als Extremfall: Das Unternehmen finanziert seine KI-Rechenzentren überwiegend über Hochzinsanleihen, deren Kurse inzwischen auf Distressed-Niveau gefallen sind. Auch andere kleinere KI-Infrastrukturanbieter wie IREN, Cipher Digital und Applied Digital gerieten unter Druck, weil ihre Geschäftsmodelle auf hohen Fremdkapitalquoten basieren.

Im Gegensatz dazu verfügen etablierte Technologiekonzerne wie Microsoft, Amazon oder Alphabet über erhebliche Cashbestände und können ihre KI-Investitionen aus laufenden Gewinnen finanzieren. Diese Unterschiede in der Kapitalstruktur werden von Investoren derzeit neu bewertet.

Erholung am 16. Oktober deutet auf Gegenbewegung hin

Am 16. Oktober 2026 gegen 12:30 Uhr ET deutete sich eine leichte Gegenbewegung an. CoreWeave-Aktien handelten nur noch rund 2 Prozent im Minus, nachdem sie in den Vortagen stark gefallen waren. Ob es sich dabei um eine nachhaltige Stabilisierung oder lediglich um eine technische Gegenbewegung handelt, bleibt abzuwarten. Die Volatilität im KI-Sektor dürfte hoch bleiben, solange die Frage der Finanzierungstragfähigkeit ungelöst ist.

Quellen

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