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15. Oktober 2025

Apple stellt neues iPad Pro mit M5-Chip vor

Foto: depositphotos.com / DenysKuvaiev

Kaum ein Produkt steht bei Apple so sehr im Fokus wie das iPad Pro – jetzt legt der Konzern nach. Mit dem neuen M5-Chip will der US-Technologieriese zeigen, dass er bei mobiler Leistung und künstlicher Intelligenz weiterhin die Richtung vorgibt. Die Frage ist: Reicht das, um den zuletzt schwächelnden Tablet-Absatz wieder in Schwung zu bringen?

Ein Chip als Signal

Apple hat die nächste Generation seines iPad Pro vorgestellt – und sie markiert mehr als nur ein technisches Update. Der M5-Chip ist das Herzstück der neuen Geräte und soll, so das Unternehmen, die Leistung im Vergleich zum Vorgänger M4 um das 3,5-Fache steigern. Im Vergleich mit dem älteren M1-Chip ist sogar von einem Plus um das 5,6-Fache die Rede.

Die Architektur wurde komplett überarbeitet: Zehn Kerne, davon vier für Hochleistung und sechs für Effizienz, dazu eine 16-Core Neural Engine für KI-Berechnungen. Für grafikintensive Anwendungen kommt eine neue Raytracing-Engine zum Einsatz, die Licht- und Schatteneffekte realistischer berechnen soll. Damit zielt Apple klar auf professionelle Nutzer – etwa in Video- oder Design-Anwendungen.

Die neue Generation bringt auch Fortschritte in der Konnektivität. Mit dem N1-Chip unterstützt das iPad Pro nun WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread. In den Mobilfunkvarianten sorgt das C1X-Modem laut Apple für bis zu 50 Prozent schnellere Datenraten.

Neues Design, bekannte Strategie

Optisch bleibt das iPad Pro dem bisherigen Stil treu, wird aber noch dünner. Das 11-Zoll-Modell misst 5,3 Millimeter, die 13-Zoll-Variante 5,1 Millimeter. Beide Versionen besitzen ein Ultra Retina XDR-Display auf Basis von Tandem-OLED mit einer Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits. Optional bietet Apple eine Nanotexturglas-Beschichtung, um Spiegelungen zu verringern.

Auch beim Material setzt der Konzern seine Linie fort. Das Gehäuse besteht aus recyceltem Aluminium, etwa 30 Prozent der Komponenten stammen laut Apple aus wiederverwerteten Quellen. Die Verpackung ist vollständig faserbasiert. Damit fügt sich das Produkt in die Umweltstrategie ein, bis 2030 eine CO₂-neutrale Lieferkette zu erreichen.

Die neue Software iPadOS 26 bringt ein überarbeitetes Multitasking, neue Werkzeuge für Dateiverwaltung und eine tiefere Integration von KI-Funktionen. Programme wie Final Cut Pro oder Adobe Photoshop sollen davon profitieren.

In Deutschland startet das 11-Zoll-Modell mit WLAN bei 1.099 Euro, das 13-Zoll-Modell bei 1.449 Euro. Varianten mit Mobilfunk kosten jeweils rund 250 Euro mehr. Der offizielle Verkaufsstart ist der 22. Oktober 2025.

Was bedeutet das für die Apple Aktie?

Für Anleger ist das Update mehr als eine Randnotiz. Der Tablet-Markt stagniert seit Jahren, und Apple steht unter Druck, neue Impulse zu liefern. Der M5-Chip ist nicht nur ein technischer Schritt nach vorn, sondern auch ein strategischer Versuch, die Premium-Position des iPad Pro zu festigen – in einem Segment, das zunehmend von Hybrid-Geräten mit Windows und KI-Funktionen geprägt wird.

Die Apple Aktie zeigte sich zuletzt stabil bei rund 249,90 US-Dollar. Der Marktwert des Unternehmens liegt derzeit bei über drei Billionen US-Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt rund 30, der Gewinn pro Aktie (EPS) liegt bei etwa 6,59 US-Dollar. Historisch gesehen erreichte der Kurs Ende 2024 ein Allzeithoch von 258,10 US-Dollar. In den letzten zwölf Monaten bewegte sich die Aktie meist zwischen 157 und 250 US-Dollar – ein Zeichen für solide, aber nicht überhitzte Marktbewegungen.

Dass Apple mit dem neuen iPad Pro und dem M5-Chip technologisch nachlegt, ist unbestritten. Für die Apple Aktie könnte das Signal sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Es spricht einiges dafür, dass Positionierungen im Hardwaresegment zur Konsolidierung der Margen beitragen könnten – insbesondere, wenn die Nachfrage bei professionellen Nutzern hoch bleibt. Andererseits sind die Investitionskosten für Forschung und Chipentwicklung erheblich, während die Konkurrenz aus dem Windows- und ARM-Lager aufholt.

Für Anleger bleibt entscheidend, ob Apple die neuen Modelle erfolgreich am Markt platziert und die Innovationsstrategie auch in Umsatzwachstum umsetzen kann. Sollte das gelingen, dürfte sich das Vertrauen der Investoren festigen. Gelingt es nicht, droht der Druck auf die Margen zu steigen. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob der neue M5-Chip mehr ist als ein technisches Ausrufezeichen – oder ob daraus ein echter Wachstumstreiber wird.