Airbus landet in China den nächsten dicken Treffer. China Eastern Airlines bestellt 101 weitere Mittelstreckenjets vom Typ A320neo – und das ist kein kleiner Nachschlag, sondern ein Auftrag mit ordentlich Wumms.
Laut der Pflichtmitteilung der Airline an die Börse in Shanghai liegt der Listenpreis für die Maschinen bei rund 15,8 Milliarden Dollar. Das klingt erst einmal nach einer Summe, bei der selbst große Konzerne kurz schlucken. Allerdings gilt auch hier, was in der Luftfahrtbranche fast schon zum Inventar gehört: Bei solchen Großbestellungen werden in der Regel satte Rabatte gewährt. Die Auslieferung der Flugzeuge ist für den Zeitraum von 2028 bis 2032 geplant.
Mehr als nur ein Austausch alter Jets
China Eastern verfolgt mit dem Deal zwei Ziele auf einmal. Einerseits soll die bestehende Flotte moderner werden, andererseits will die Airline ihre Kapazitäten ausbauen. Genau das macht den Auftrag interessant. Es geht eben nicht nur darum, altes Gerät auszutauschen, sondern auch darum, das Geschäft breiter aufzustellen.
Besonders auffällig ist der Blick zurück: Schon 2022 hatte China Eastern bei Airbus 100 A320neo bestellt. Diese Maschinen sollen zwischen 2024 und 2027 ausgeliefert werden. Jetzt legt die Fluggesellschaft noch einmal 101 Jets obendrauf. Das wirkt nicht wie ein spontaner Kaufrausch, sondern wie eine ziemlich klare strategische Linie.
Ein starkes Signal für Airbus
Für Airbus ist das ein starkes Signal aus einem Markt, der wirtschaftlich und politisch alles andere als simpel ist. Wer als Hersteller in China in dieser Größenordnung neue Bestellungen einsammelt, hat dort ganz offensichtlich weiter einen Fuß sehr fest in der Tür. Die entscheidende Frage ist nun, ob aus diesem Rückenwind noch mehr wird.

