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16. Februar 2026

ABB-Aktie: 36 Prozent mehr Aufträge – und jetzt kommt der nächste Schub

ABB
Foto: Depositphotos.com / fotonen

ABB wird gerade mit Aufträgen zugeschüttet: Der Auftragseingang sprang zuletzt um 36 Prozent nach oben – und das bei einer Aktie, die seit dem Coronatief schon 385 Prozent zugelegt hat. Wer da auf ein Abflauen setzt, liegt bislang daneben. Der Schweizer Elektronik- und Automatisierungskonzern profitiert von dicken Megatrends, allen voran im Geschäft mit Elektrifizierung – also vereinfacht gesagt: alles, was Strom verteilt, absichert und in die richtigen Bahnen lenkt. Der Boom rund um große Datencenter treibt Aufträge, Umsatz und Gewinn laut Bericht mit zweistelligen Raten. Ein echter Pflock ist dabei die Partnerschaft mit Nvidia: Gemeinsam arbeitet ABB an der nächsten Generation von KI-Rechenzentren.

Auch abseits von KI und Rechenpower läuft die Bestellmaschine. Für den Rotterdamer Hafen baut ABB eine Stromversorgung, die 32 Containerschiffe beim Be- und Entladen gleichzeitig versorgen kann – Landstrom statt laufender Schiffsmotoren. Dazu kommt Rückenwind aus der Schiene: Zahlreiche Bahnprojekte sorgen für Nachfrage nach Transformatoren (machen aus hoher Spannung eine passende), Umrichtern (drehen Strom so, dass Motoren sauber laufen) und speziellen Antrieben.

Teuer, aber bei Dellen spannend

Mit so einem Auftragspolster sollte es laut Bericht kein großes Kunststück sein, den Umsatz 2026 um rund ein Zehntel auf 37 Milliarden Dollar zu erhöhen. ABB bilanziert in Dollar, weil das Geschäft international ist und die USA fast 30 Prozent beitragen. Und noch ein Punkt ist nicht unwichtig: Bei der starken Nachfrage dürfte ABB höhere Rohstoffkosten, etwa für Kupfer, Schritt für Schritt an die Kunden weiterreichen können. Billig ist die Aktie damit zwar nicht mehr – aber wenn der Kurs mal stolpert, bleibt sie laut Bericht trotzdem ein Kandidat für die Watchlist.