705 Millionen Euro im Schlussquartal – Fresenius Medical Care legt ein Tempo hin, das man im Dialysegeschäft nicht alle Tage sieht. Der bereinigte operative Gewinn (also das Ergebnis aus dem Kerngeschäft, ohne Sondereffekte) stieg im vierten Quartal 2025 um 44% auf 705 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt nur 633 Millionen Euro auf dem Zettel.
Der Grundton dahinter ist klar: Sparen wirkt. Dazu kommt Rückenwind aus dem wichtigen US-Markt, wo Erstattungsregeln und -sätze darüber entscheiden, wie viel Geld für Behandlungen tatsächlich in der Kasse landet.
Sparkurs plus USA-Schub
Auf Jahressicht sieht es ähnlich aus: Der bereinigte operative Gewinn stieg 2025 um 23% auf 2,21 Milliarden Euro. Beim Umsatz ging es moderater voran: plus 2% auf 19,63 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurseffekte – also bereinigt um Währungsschwankungen – lag das Wachstum bei 5%.
Auch die Aktionäre sollen etwas abbekommen: Fresenius Medical Care will eine Dividende von 1,49 Euro je Aktie zahlen, fünf Cent mehr als zuvor.
FME25+ wird hochgedreht
Vorstandschefin Helen Giza spricht von einem „Meilensteinjahr“ und macht die Profitabilität an mehreren Punkten fest: solides Geschäftswachstum, schneller durchgezogene Effizienzmaßnahmen und stärker als erwartete positive Effekte aus einer US-Erstattungsregelung – plus günstige Entwicklungen bei den Erstattungssätzen.
Entscheidend ist aber: Das Sparprogramm läuft nicht aus, es wird verschärft. FME25+ soll beschleunigt und ausgebaut werden. 2025 hat Fresenius Medical Care nach eigenen Angaben 238 Millionen Euro eingespart – mehr als die angepeilten 220 Millionen Euro.
Und der Plan wird größer: Bis Ende 2027 sollen die Einsparungen insgesamt auf 1,2 Milliarden Euro steigen. Das ist der klare Fingerzeig: Fresenius Medical Care will nicht nur einmal glänzen, sondern die Kostenbasis dauerhaft nach unten drücken.

