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26. März 2026

500.000 Autos in China: Hyundai zündet den nächsten Wachstumsplan

Hyundai
Foto: depositphotos.com / kozzi2

Wachstum fällt in der Autoindustrie nicht vom Himmel – schon gar nicht in China. Hyundai legt die Latte trotzdem hoch und will dort wieder deutlich mehr Autos losschlagen. Gleichzeitig drückt der Konzern in Nordamerika aufs Gas.

Auf der Hauptversammlung machte Konzernchef Jose Munoz klar, wohin die Reise gehen soll: Hyundai peilt mittelfristig 500.000 verkaufte Fahrzeuge pro Jahr in China an. Das wäre mehr als doppelt so viel wie das aktuelle Volumen. Das ist kein bisschen Kleingeld, sondern ein ziemlich offensiver Plan für einen Markt, in dem der Wettbewerb brutal ist und viele Hersteller zuletzt eher Federn gelassen haben.

China wieder im Visier

Gerade deshalb hat diese Ansage Gewicht. Hyundai will sich in China offenkundig nicht länger mit angezogener Handbremse durchwurschteln, sondern wieder sichtbar größer werden. Ob das aufgeht, ist offen. Aber die Botschaft ist eindeutig: Der Konzern will dort zurück in die Spur.

In Nordamerika setzt Hyundai parallel auf Breite. Bis 2030 sollen dort 36 neue Modelle an den Start gehen. Gemeint sind dabei nicht nur komplett neue Fahrzeuge, sondern auch Varianten eines Modells – also Elektro-, Hybrid- und Benzinversionen. Übersetzt: Hyundai will möglichst viele Antriebsarten abdecken und dem Markt ein breites Regal hinstellen.

Nordamerika als Gewinnmaschine

Aktuell verkauft der Autobauer in Nordamerika 25 Modelle, davon 20 in den USA. Dass der Konzern ausgerechnet dort weiter ausbauen will, kommt nicht von ungefähr. Nordamerika gilt bei Hyundai als die profitabelste Region. Einerseits also der Versuch, in China wieder Volumen zu holen. Andererseits der Ausbau in dem Markt, der am meisten Geld in die Kasse spült. Genau diese Mischung zeigt, wie Hyundai gerade taktiert.

An der Börse kam das zunächst nur mäßig gut an. Die Aktie lag gegen 0258 GMT 2,5 Prozent im Minus. Allerdings rutschte auch der südkoreanische Leitindex KOSPI um 3,1 Prozent ab. Der Rückgang bei Hyundai war also kein isolierter Denkzettel. Trotzdem bleibt hängen: Der Konzern hat nun ziemlich klar auf den Tisch gelegt, was er vorhat. Jetzt muss er liefern.