Luxus war jahrelang der Fels in der Brandung – 2025 hat der Fels plötzlich Risse bekommen. Ausgerechnet die Branche, die sich sonst gern als krisenfest verkauft, musste ordentlich schlucken.
Schmuck, Taschen, teure Autos: Luxus galt in den vergangenen Jahren als verlässlicher Wachstumsmarkt, obwohl die Weltwirtschaft alles andere als gemütlich war. Pandemie, Ukrainekrieg – trotzdem wuchs der Umsatz mit Luxusgütern zwischen 2020 und 2023 laut Text ziemlich konstant, im Schnitt um rund sechs Prozent pro Jahr.
Spätestens 2025 war damit Schluss. Große Konzerne wie Kering oder LVMH gerieten ins Straucheln, einige Marken haben beim Preise-Anziehen so übertrieben, dass es Kunden offenbar die Sprache verschlagen hat. Dazu kam politischer Gegenwind: Die Zollpolitik Donald Trumps setzte die Unternehmen unter Druck – sprich: Wenn Importabgaben steigen oder drohen, wird Ware schnell teurer und Planung zur Zitterpartie.
2026 soll die Kehrtwende klappen
Bain & Company rechnet für 2025 mit einem Rückgang von zwei Prozent für das Gesamtjahr. Das ist mehr als ein kleiner Hänger – das ist ein Hinweis, dass Luxus eben doch nicht automatisch immer nur nach oben läuft.
Für 2026 erwartet Bain wieder Rückenwind: Drei bis fünf Prozent Wachstum stehen in der Prognose. Unterm Strich könnte der Luxusgütermarkt dann laut Text ein Volumen von bis zu 375 Milliarden Dollar erreichen – also die Gesamtgröße des Marktes, nicht der Umsatz eines einzelnen Konzerns.
Ob daraus ein echter Aufschwung wird, hängt an zwei Baustellen: Die Unternehmen müssen Kunden wieder abholen, ohne die Preise erneut komplett zu überdrehen – und der Zollstress darf ihnen nicht wieder die Kalkulation zerlegen.

