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23. Januar 2026

15 Milliarden Kronen für eigene Aktien: Ericsson setzt ein klares Zeichen

Ericsson
Foto: Depositphotos.com / JHVEPhoto

Ericsson hat gerade erst den Rotstift angesetzt – und holt jetzt den dicken Geldbeutel raus. Nach einem überraschend starken Schlussquartal will der schwedische Netzwerkausrüster eigene Aktien im großen Stil zurückkaufen. Für Aktionäre ist das ein klares Signal: Hier soll Vertrauen geschaffen – und nebenbei der Kurs gestützt werden.

Im vierten Quartal 2025 lag das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) – also der operative Gewinn, bevor Zinsen und Steuern abgezogen werden – bei 12,26 Milliarden Kronen (rund 1,15 Milliarden Euro), Restrukturierungskosten ausgeklammert. Die Analysten hatten im Schnitt nur 10,09 Milliarden Kronen erwartet. Anders gesagt: Ericsson hat die Latte nicht nur gerissen, sondern deutlich übersprungen.

Milliarden-Rückkauf: Das Programm läuft bis 2027

Das Management kündigte an, Aktien im Volumen von 15 Milliarden Kronen (umgerechnet 1,4 Milliarden Euro) zurückzukaufen. Losgehen soll das Ganze nach der Veröffentlichung des Berichts für das erste Quartal, laufen soll das Programm bis 2027. Das ist kein kosmetischer Move, sondern ein Statement: Wer so viel Geld in eigene Papiere steckt, will zeigen, dass er die Lage im Griff hat – und dass genug Mittel da sind.

Umbau gegen die 5G-Flaute: Jobs weg, Effizienz rauf

Trotzdem passt die Nachricht vor allem in ein größeres Bild: Ericsson steckt mitten in einem tiefgreifenden Umbau, weil die Investitionen in den 5G-Ausbau vielerorts nachlassen. Anfang des Monats hatte der Konzern zur Effizienzsteigerung die Streichung von 1600 Stellen im Heimatland angekündigt. Einerseits liefert das Quartal Rückenwind. Andererseits bleibt die Branche launisch – und die entscheidende Frage ist: Reicht ein starker Abschluss, um auch dann stabil zu bleiben, wenn die Kunden beim 5G-Budget weiter knausern?