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24. Februar 2026

12 Milliarden Dollar, 540 Jobs: Amazons nächster KI-Blockbuster

Amazon
Foto: depositphotos.com / MichaelVi

Zwölf Milliarden Dollar wandern bei Amazon nicht in neue Paketzusteller oder schicke Shops – sondern in graue Kisten aus Beton und Stahl, die trotzdem das Herzstück der KI-Welle sind. Der Konzern will im US-Bundesstaat Louisiana neue Rechenzentren bauen und damit im Infrastruktur-Wettrennen der Techbranche weiter aufs Gas drücken.

Louisiana wird zum nächsten KI-Baustellenschwerpunkt

Geplant ist ein Großprojekt im Nordwesten des Bundesstaates. Gleichzeitig versucht Amazon, den üblichen Ärger gleich mitzudenken: Wasser und Strom. Der Onlinehändler sagt zu, sich aktiv an der Sicherung der lokalen Versorgung zu beteiligen – unter anderem mit einem 400-Millionen-Dollar-Fonds, der den Ausbau der Wasserinfrastruktur unterstützen soll.

Beim Strom will Amazon ebenfalls nicht einfach nur „macht mal“ sagen: Der Konzern will nach eigenen Angaben alle Kosten für die Projekte übernehmen und eng mit dem regionalen Energieversorger Southwestern Electric Power Company zusammenarbeiten. Unterm Strich soll das Vorhaben 540 Vollzeitstellen bringen.

Widerstand wächst: Stromnetze, Wasser, Kühlung

Das Ganze passt ins größere Bild: Überall wird gerade gebaut, weil Künstliche Intelligenz eben nicht im luftleeren Raum läuft, sondern in Serverhallen – und die wollen gekühlt, versorgt und an Netze angeschlossen werden. Genau deshalb wächst aber auch der Widerstand in vielen Gemeinden. Kritiker warnen vor überlasteten Stromnetzen und einem zu hohen Wasserverbrauch für die Kühlung der Server.

200 Milliarden Investitionsplan sorgt für Nervosität

Für Amazon kommt noch ein anderer Punkt dazu: Der Konzern hatte erst kürzlich angekündigt, 2026 voraussichtlich rund 200 Milliarden Dollar investieren zu wollen – nach 131 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Diese Dimension hatte Anleger verschreckt und die Aktie belastet.

Ob die jetzt genannten zwölf Milliarden in Louisiana Teil dieses 200-Milliarden-Budgets sind, ließ Amazon offen. Und damit bleibt die entscheidende Frage im Raum: Ist das „nur“ ein weiteres Puzzlestück – oder der nächste dicke Brocken in einem Investitionsplan, der an der Börse ohnehin schon für Nervosität sorgt?